hr-Intendant Manfred Krupp © HR/Ben Knabe
Haushaltsplan genehmigt

HR erwartet für 2020 Fehlbetrag von rund 82 Mio. Euro

 

Der Hessische Rundfunk geht für das kommende Jahr von einem Fehlbetrag in Höhe von rund 82 Millionen Euro aus. Die Sparansprengungen würden pulverisiert, erklärte Intendant Manfred Krupp, der in neue digitale Angebote investieren will.

von Alexander Krei
13.12.2019 - 18:01 Uhr

Der Hessische Rundfunk rechnet für das kommende Jahr mit einem Fehlbetrag von rund 82 Millionen Euro. Aufwendungen in Höhe von 594 Millionen Euro stehen Erträgen von 512 Millionen Euro gegenüber. Die Liquidität ist nach Angaben des Senders allerdings bis in die nächste Beitragsperiode gesichert. Der Rundfunkrat hat dem vorgelegten Haushaltsplan am Freitag einstimmig zugestimmt.

"Unsere umfangreichen Sparanstrengungen werden durch die anhaltende Niedrigzinsphase und den seit 2009 ausbleibenden Inflationsausgleich pulverisiert", erklärte HR-Intendant Manfred Krupp. "Gleichzeitig gilt es, mit den bestehenden Mitteln das Haus in Zeiten des Medienwandels fit für die Zukunft zu machen. Dazu haben wir einen tiefgreifenden Veränderungsprozess angestoßen, den wir im kommenden Jahr konsequent fortsetzen werden."

Krupp betonte, die Strukturen und Arbeitsweisen im Haus grundlegend zu verändern. "Unsere linearen Angebote sind etabliert und viele Menschen integrieren diese in ihren Alltag: sei es die 'Hessenschau' um 19:30 Uhr oder Hörfunknachrichten zur vollen Stunde. Das ist uns sehr viel wert. Wir müssen aber auch den veränderten Nutzungsgewohnheiten entsprechen, neue digitale Angebote im Netz und Raum für Innovationen schaffen."

Ähnlich äußerte sich auch der Rundfunkrats-Vorsitzende Harald Brandes, der zugleich die Unterstützung der Politik einforderte. "Der Rundfunkbeitrag ist seit zehn Jahren nicht erhöht worden. Mit großer Sorge sehe ich, wie schwer sich Spitzenpolitiker in einzelnen Bundesländern tun, eine angemessene Finanzierung der ARD sicherzustellen, die es ermöglicht, dem öffentlich-rechtlichen Auftrag in seiner Vielfalt auch in Zukunft gerecht zu werden", sagte Brandes.

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