Bert Donnepp Preis © Bert Donnepp Preis
Preis für Medienpublizistik

Bert-Donnepp-Preis für El Ouassil, Ehrung für von Heinz

 

Der Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik geht in diesem Jahr an Samira El Ouassil für ihre "Übermedien"-Kolumne. Julia von Heinz erhält für eine Rede zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens die Besondere Ehrung der Jury.

von Uwe Mantel
14.01.2020 - 15:28 Uhr

Auch in diesem Jahr vergibt der Verein der Freunde des Grimme-Preises wieder den Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik. Geehrt wird damit in diesem Jahr Samira El Ouassil für ihre seit September 2018 bei Übermedien.de erscheinende Kolumne "Wochenschau". Ihr gelinge damit "Medienkritik, die sich nicht an sich selbst ergötzt", heißt es zur Begründung. Und weiter: "Ihre pointierten Analysen, einordnenden Essays und wirklich lustigen Entlarvungen der Medienwelt und ihrer Auswüchse dröseln leichtfüßig die Aufreger der Woche bereits auf, wäh- rend sich alle anderen noch in den sozialen Medien einen Überblick unter dem entsprechenden Hashtag verschaffen." Sie werde von alten Medien-Hasen und Digital Natives gleichermaßen gelesen.

Daneben vergibt die Jury, der in diesem Jahr Vorjahres-Preisträger Volker Nünning, Ebru Tasdemir von den Neuen Deutschen Medienmachern, Grimme-Preis-Leiterin Lucia Eskes, Steffen Grimberg für den stiftenden Verein der Grimme-Freunde sowie Medienjournalist Fritz Wolf angehörten, auch eine Besondere Ehrung an die Regisseurin, Autorin und Kamerafrau Julia von Heinz. Sie erhält diese Ehrung für eine Rede zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, die sie beim Fernsehfilmfestival Baden-Baden gehalten hatte. Zur Begründung heißt es: "Sie liebt den öffentlich- rechtlichen Rundfunk und macht für ihn richtig gute Filme. Was sie nicht da- von abhält, dem System unerschrocken den Spiegel vorzuhalten und es an seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit zu erinnern: Die Gesellschaft in all ihrer Vielfalt und Diversität abzubilden. Sie stellt sich aus dem System heraus gegen den Quotengötzen der Senderhierarchien, die die Generation 50+ bedient, junge Menschen ignoriert und so die eigene Zukunft verspielt."

Der Bert-Donnepp-Preis wird seit 1991 vergeben und ist nach dem "Erfinder" des Grimme-Preises und Gründer des Grimme-Instituts benannt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis zeichnet besondere Leistungen im Bereich des Medienjournalismus aus. Die Besondere Ehrung ist nicht dotiert. Mit ihr wird "persönliches Engagement im Umgang mit der gesellschaftspolitischen Rolle von Medien und Medienkritik im Allgemeinen" gewürdigt. Vergeben werden die Preises am 29. Januar in Marl im Rahmen des traditionellen "Bergfestes" während der Jury-Woche des Grimme-Preises.

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