Mitteldeutsche Zeitung © DWDL.de
"Es beginnt eine neue Ära"

DuMont verkauft "Mitteldeutsche Zeitung" an Bauer

 

Die Mediengruppe DuMont wird die "Mitteldeutsche Zeitung" an die Bauer Media Group verkaufen, das hat der Verlag nun bekanntgegeben. DuMont sieht den Titel bei Bauer in besseren Händen, dort erhofft man sich bereits Synergien.

von Timo Niemeier
15.01.2020 - 10:40 Uhr

Lange blieben die Mitarbeiter der "Mitteldeutschen Zeitung" von DuMont im Unklaren darüber, wie es mit der Zeitung weiter geht. Nun steht fest: DuMont verkauft das Blatt und die dahinterstehende Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung an die Bauer Media Group, das hat der Verlag bestätigt. Am Mittwochvormittag sind die Mitarbeiter in Halle über den Schritt informiert worden. "Es beginnt eine neue Ära für die Mitteldeutsche Zeitung", sagte DuMont-Chef Christoph Bauer auf der Versammlung, gleichzeitig bedankte er sich bei den Mitarbeitern für ihre Geduld. 


Der Verkauf, der neben der Zeitung auch das News-Portal mz.de, zwei Anzeigenblätter, den TV-Sender TV Halle sowie die Aktivitäten in Logistik und Druck umfasst, steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamts. DuMont-Chef Bauer machte am Mittwoch aber bereits klar, dass er die Zukunft der Zeitung bei der Bauer Media Group sieht. Er selbst sprach von einer angespannten Marktlage, die die Bauer Media Group besser händeln könne als DuMont aus Köln heraus. Bauer betreibt bereits unter anderem die "Magdeburger Volksstimme", hier wird man Synergien nutzen. 

Marco Fehrecke, Leiter der Mediengruppe Magdeburg, wird auch die Führung der Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung übernehmen. Die rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von der Bauer Media Group übernommen und sämtliche vertraglichen Vereinbarungen bleiben nach Angaben von DuMont bestehen. "Die Bauer Media Group ist in der Region bereits stark verankert. Über die erwarteten Synergieeffekte mit der Mediengruppe Magdeburg schaffen wir eine gute Ausgangslage, um den regionalen Journalismus in Mitteldeutschland langfristig zu erhalten", so Fehrecke.

Christoph Bauer kündigte unterdessen an, im Bereich der Regionalmedien "neue Wege" gehen zu wollen. Das dürfte auch die Mitarbeiter der "Hamburger Morgenpost" interessieren. Wie es mit ihnen weitergeht, will der DuMont-Chef noch im Januar entscheiden. DuMont-Aufsichtsratsvorsitzende Isabella Neven DuMont erklärt: "Wir haben uns die Entscheidung, die Mediengruppe Mitteldeutsche Zeitung aus dem DuMont Verbund zu lösen, nicht leicht gemacht. Das Medienhaus in Halle hat sich in den vergangenen Jahren beachtlich entwickelt und sehr erfolgreich Antworten auf die herausfordernden Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt gefunden. Die Nutzung von Synergien ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im regionalen Zeitungsgeschäft. Wir sind davon überzeugt, dass die Bauer Media Group der richtige neue Eigentümer für diesen Kurs ist."

"Der Überprüfungsprozess unseres Portfolios war von Anfang an ergebnisoffen angelegt, verbunden mit dem Anspruch, jedes Medienhaus mit seinen spezifischen Rahmenbedingungen zu bewerten und die jeweils bestmögliche Zukunftsoption zu erarbeiten. Auch die Entscheidung für Halle haben wir vor diesem Hintergrund getroffen", sagt DuMont-Chef Christoph Bauer. "Schon heute sind die strukturellen Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt sehr herausfordernd. Der starke Verbund mit der Mediengruppe Magdeburg ist der richtige Ansatz, um die Mitteldeutsche Zeitung langfristig bestmöglich abzusichern."

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