Deutsche Welle © DW
"Unbegründet in den Schlagzeilen"

Deutsche Welle weist Vorwürfe in "Guardian"-Bericht zurück

 

Der britische "Guardian" hat einen Artikel veröffentlicht, in dem die Deutsche Welle nicht besonders gut wegkommt. Nun hat der Sender die in dem Bericht erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen und dem "Guardian" indirekt unsaubere Arbeit unterstellt.

von Timo Niemeier
15.01.2020 - 12:21 Uhr

Am Dienstag hat die britische Tageszeitung "The Guardian" unter der Überschrift "Deutsche Welle staff speak out about alleged racism and bullying" einen Artikel über den deutschen Auslandssender veröffentlicht. Darin sprechen Mitarbeiter des Senders über sexuelle Belästigung, Rassismus, Mobbing und Antisemitismus. Die Probleme seien systematisch und der Sender ein "Sumpf". Die DW hat den Bericht in einer Stellungnahme nun zurückgewiesen, man befinde sich "unbegründet in den Schlagzeilen", heißt es vom Sender. 

Die Vorfälle, die in einem Artikel zitiert werden, würden demnach mehr als 18 Monate und teilweise noch deutlich weiter zurückliegen. "Dies wird in dem Artikel nicht erkennbar", heißt es von der DW. Weiter fehle in dem Beitrag ein Hinweis darauf, dass die DW in "allen damals bekannt gewordenen Fällen unmittelbar gehandelt hat". 

Darüber hinaus wirft die DW dem "Guardian" auch schlechte journalistische Arbeit vor. So sei eine Anfrage von "The Guardian" beim Leiter der Arabisch-Redaktion der DW, entgegen der Behauptung im Artikel, "nie erfolgt". Zuletzt gab es auch etwa in der "Zeit" oder der Verdi-Publikation "MMM" ähnliche Vorwürfe. Laut der DW seien das Einzelpersonen, die dem Sender "aus nicht bekannten Gründen schaden wollen".

Man sei zudem darüber verwundert, dass der "Guardian" einen Journalisten den Artikel hat schreiben lassen, der die DW "nach kurzer Zeit als Freier Mitarbeiter im Unfrieden verlassen musste". Tatsächlich arbeitete der Autor des Artikels, der inzwischen als freier Journalist tätig ist, nach eigenen Angaben zwischen Juni 2016 und November 2018 bei der Deutschen Welle als Social Media Journalist bzw. Producer. Das macht der "Guardian" am Ende des Textes auch öffentlich und fügt hinzu, dass während dieser Zeit keine Recherchen zum jetzt veröffentlichten Artikel angestellt wurden.

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