Domino Day 2009 © RTL
Personal wird schon gesucht

RTL legt den "Domino Day" im Herbst neu auf

 

Ein Event-Klassiker kehrt zurück auf den Bildschirm: Nach elf Jahren Pause werden im Herbst wieder Millionen Dominosteine fallen. Nachdem RTL-Chef Jörg Graf im letzten Jahr schon Interesse bekundet hatte, ist die Neuauflage nun in trockenen Tüchern

von Uwe Mantel
06.02.2020 - 06:04 Uhr

2009 fielen zum letzten Mal die Steine beim "Domino Day" beim Versuch, einen neuen Rekord für die längste Kettenreaktion auszulösen. 4,5 Millionen Domino-Steine fielen damals, womit wieder ein neuer Rekord aufgestellt worden war. Die Quoten waren damals von ihren Höchstwerten zwar schon weit entfernt, doch 5,9 Millionen Zuschauer fieberten auch 2009 bei RTL wieder mit, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei stolzen 26,9 Prozent, bei der Auszählung kratzte man gar an der 30-Prozent-Marke.

Dass es trotzdem nicht weiter ging, lag an der schwierigen Finanzierung des teuren Events, die von vielen Ländern gemeinsam gestemmt wurde. Doch elf Jahre später hat man die Finanzierung nun wieder gestemmt. RTL bestätigte am Donnerstagmorgen, dass man im Herbst eine Neuauflage des "Domino Days" zeigen wird. Die Produktionsfirma Endemol Shine hat in den Niederlanden bereits mit der Rekrutierung von Personal für das Event begonnen, das in den Ausschreibungen für November 2020 in Aussicht gestellt wird.

RTL-Unterhaltungschef Kai Sturm verbindet persönliche Erinnerungen mit dem "Domino Day": "Ich freue mich wahnsinnig, dass wir die größte Kettenreaktion der Welt wieder angehen. Als ich vor 20 Jahren den ersten Domino Day mit verantwortet habe, waren es die schlimmsten Momente meines Fernsehlebens, weil das ganze Team so extrem nervös und aufgeregt war, dass die Steine zu früh umfallen."

Für RTL passt die Neuauflage des "Domino Days" bestens in die von Senderchef Jörg Graf ausgegebene Strategie, im Programm wieder mehr auf Live-Events zu setzen. Schon im Herbst vergangenen Jahres sagte Graf im DWDL.de-Interview: "Ich war über viele Jahre für die Finanzierung dieses Programms durch internationale Partner zuständig, was nie so einfach war, weil das Interesse am 'Domino Day' schon ein sehr deutsches war und der Event aufgrund der langen Vorbereitung aber kostspielig ist. Deswegen gab es ihn vor zehn Jahren zum letzten Mal, gleichwohl finde ich auch, dass es ein super spannendes Programm ist. Mehr will ich jetzt nicht dazu sagen. (grinst) Nein, natürlich: Es liegt ja auf der Hand, wenn wir auf Eventisierung setzen wollen, dann liegt der 'Domino Day' nahe."

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