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Ab dem heutigen Montag

"Wir sind Eins": Vodafone beerdigt die Marke Unitymedia

 

Nach einer langen Prüfung gab es Mitte vergangenen Jahres grünes Licht für die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone. Und da zwei Marken fürs Kabelangebot wenig Sinn ergeben, verschwindet Unitymedia nun wie erwartet vom Markt

von Uwe Mantel
17.02.2020 - 11:28 Uhr

Mit der Übernahme von Unitymedia durch Vodafone, für die es Mitte vergangenen Jahres nach langer Prüfung durch die Behörden unter Auflagen grünes Licht gab, gibt es nun einen deutschlandweit tätigen Kabelnetzbetreiber. Es war daher nur eine Frage der Zeit ehe die Marke "Unitymedia", die in NRW, Hessen und Baden-Württemberg im Einsatz war, vom Markt verschwinden würde. Und diese Zeit ist nun gekommen. "Ein Netz, eine Marke, ein Tarif - ab heute sind wir Eins", verkündet Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

Wer die Website von Unitymedia aufruft, landet nun auf der Vodafone-Seite, die bisherigen Unitymedia-Shops werden umgestaltet, auch die Produkt-Sortimente wurden angeglichen. Seit September letzten Jahres hatten die Unitymedia-Shops ohnehin bereits zusätzlich auch die Mobilfunk-Produkte von Vodafone verkauft. In den kommenden Wochen werden hier auch die Festnetz- und TV-Angebote vereinheitlicht, was einheitliche Werbekampagnen für ganz Deutschland ermöglicht.

Die 5,5 Millionen Kabel-Anschlüsse von Unitymedia in NRW, Hessen und Baden-Württemberg können daher nun auch für "Gigabit-Geschwindigkeit" freigeschaltet werden, insgesamt werden 17 Millionen Haushalte in Deutschland erreicht, also 40 Prozent aller Haushalte. Bis 2022 sollen 25 Millionen Haushalte erreicht werden. Neu eingeführt wird in diesem Zusammenhang auch ein neuer Tarif "GigaCable Max", der für dauerhaft 39,99 Euro im Monat Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s ermöglicht und auch für Bestandskunden buchbar ist - allerdings nur bis 5. April. Mit einem bundesweit einheitlichen Angebot bläst Vodafone nun zum Angriff auf die Deutsche Telekom.

Unitymedia - damals noch Unity Media - war 2005 durch den Zusammenschluss von iesy, ish und Tele Columbus West entstanden und zunächst in NRW und Hessen tätig. Ab 2009 war das Unternehmen eine Tochter von Liberty Global, die 2011 auch Kabel BW übernahmen und 2012 mit Unitymedia zusammenführten. 2015 verschwand die Marke Kabel BW vom Markt, seither war Unitymedia unter diesem Namen in drei Bundesländern vertreten. In allen anderen Bundesländern hieß der Kabelnetzbetreiber viele Jahre lang Kabel Deutschland, ehe Vodafone 2014 die Mehrheit übernahm und den Markennamen 2015 abschaffte. 2018 gab Vodafone dann schließlich auch die Übernahme von Unitymedia bekannt.

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