Netflix © Netflix
Sorge um falsche Parallelen zum Corona-Virus

Netflix verschiebt Serie "Biohackers" auf unbestimmte Zeit

 

Eigentlich sollte am 30. April die neue deutsche Netflix-Serie "Biohackers" starten, doch der Streamingdienst hat die Serie vorerst aus der Planung genommen. Im Gespräch mit DWDL.de erklärt Netflix: Szenen der Serie könnten falsch verstanden werden.

von Thomas Lückerath
20.03.2020 - 17:05 Uhr

Erst vor zwei Wochen hatte der Streamingdienst den Start der nächsten deutschen Netflix-Serie für den 30. April terminiert. "Biohackers" ist eine sechsteilige Produktion der Claussen+Putz Filmproduktions GmbH aus der Feder von Christian Ditter, der auch als Showrunner und Regisseur agierte.



Die Serie mit Jessica Schwarz (“D​as perfekte Geheimnis”, “Narziss und Goldmund”​) und Newcomerin Luna Wedler (“​Das schönste Mädchen der Welt”, “Dem Horizont so nah”​) in den Hauptrollen ist laut Netflix eine "Geschichte von Freundschaft, Liebe und Rache an einer deutschen Universität vor dem Hintergrund revolutionärer Biohacking-Technologie und seiner ethischen Implikationen."

Doch die Serie wird nicht wie geplant starten. "Aufgrund der anhaltenden Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus haben wir uns nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, 'Biohackers' auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben", bestätigt ein Netflix-Sprecher im Gespräch mit dem Medienmagazin DWDL.de.

Biohackers
Netflix hat entschieden: Es ist nicht die richtige Zeit für den Start von "Biohackers"

Näheres zu den Gründen führt Netflix selbst dazu nicht aus. Es geht nach Informationen des Medienmagazins DWDL.de - ohne zu viel der Story der Serie zu verraten - offenbar um einige Szenen, darunter auch gleich die erste Szene der ersten Folge von "Biohackers", die vor dem Hintergrund des Corona-Virus verstören könnten.

Alle Beteiligten an der Produktion wurden bereits von Netflix über die Entscheidung informiert. Es dürfte die erste Netflix-Serie sein, die wieder aus der Planung genommen wird. Ein Netflix-Sprecher betont, dass in diesem Fall Corporate Responsibility vor den wirtschaftlichen Interessen stehe und man mit der gelungenen fiktionalen Produktion nicht Gefahr laufen möchte, in der aktuellen Situation negative Assoziationen bei den Zuschauern zu erzeugen.

Ein neuer Starttermin wurde vorerst nicht bekanntgegeben, da auch dies wie so viele andere Entscheidungen derzeit maßgeblich von der Dauer der aktuellen Corona-Krise abhängt. Auch ohne die Serie von Christian Ditter gibt es demnächst jedoch neue deutschsprachige Produktionen bei Netflix: Schon am Montag startet die Serie “Freud”, die Mini-Serie "Unorthodox" von Anna Winger folgt am Donnerstag und am 17. April die Satire "Betonrausch".

Über den Autor

Thomas Lückerath ist Gründer und Chefredakteur des Medienmagazins DWDL.de. Hatte schon viereckige Augen, bevor es Bingewatching gab. Liebt Serien, das Formatgeschäft und das internationale TV-Business. Ist mehr unterwegs als am Schreibtisch.

Teilen

Kommentarbereich anzeigen
Montags: Aktuelles aus dem Milliardengeschäft Sport - präsentiert von Eurosport zum Sports-Update Dienstags: Neuigkeiten aus der Fernseh- und Medienlandschaft Österreichs zum Austria-Update Mittwochs: Very british: Die News der Woche aus dem Vereinigten Königreich zum UK-Update Donnerstags: Aktuelles rund um Audio - präsentiert von der WDR Mediagroup. zum Audio-Update Freitags: Die wichtigsten Medien-Nachrichten aus den Vereinigten Staaten zum US-Update Samstags: Ulrike Klode schreibt, was sie in ihrer Serienwoche bewegt hat zu Meine Woche in Serie Sonntags: Fernsehkritiker Hans Hoff über Aufreger und Programmperlen zum Hoff zum Sonntag
Mit den Newslettern der DWDL.de-Redaktion sind Sie werktäglich bestens informiert. Für die Rundum-Versorgung abonnieren Sie einfach alle Angebote oder wählen den für Sie passenden Newsletter...
Name:
E-Mail:
Frage: 2 mal 4 ist

Ich möchte die folgenden Newsletter erhalten:
Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.