RTL Group © RTL Group/Eric Steichen
Corona-Pandemie

RTL Group zieht Ausblick und Dividendenvorschlag zurück

 

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind noch nicht absehbar. Die RTL Group hat deshalb ihren Ausblick für 2020 zurückgezogen. Zudem wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den bisherigen Dividendenvorschlag zurückzuziehen.

von Alexander Krei
02.04.2020 - 19:03 Uhr

Die Coronavirus-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Geschäfte der RTL Group. Deren Verwaltungsrat hat nun beschlossen, den erst im März für das Jahr 2020 gegebenen Ausblick zurückzuziehen. Die globalen wirtschaftlichen Entwicklungen und Aussichten hätten sich seither "signifikant verschlechtert", teilte das Unternehmen mit. Einen weiteren Ausblick für das laufende Geschäftsjahr wagt man lieber nicht: Dazu sei man "momentan nicht in der Lage".

"Während das erste Quartal des Jahres 2020 weitgehend den Erwartungen entspricht, werden Stornierungen für Werbebuchungen und Verschiebungen von Produktionen die Ergebnisse der RTL Group in den kommenden Monaten negativ beeinflussen", hieß es in einer Mitteilung. Im Zuge dessen kündigte die RTL Group an, den bisherigen Dividendenvorschlag von vier Euro pro Aktie für das Jahr 2019 zurückzunehmen. Der Hauptversammlung im Juni werde nunmehr keine Dividende vorgeschlagen.

"Unter diesen nie dagewesenen Umständen ist die Sicherstellung der Liquidität eine wesentliche Vorsichtsmaßnahme, um die Geschäfte und Zukunftsperspektiven der RTL Group zu schützen", hieß es zur Begründung. Höchste Prioritäten hätten jedoch die Gesundheit der Mitarbeiter und der Schutz ihrer Gesundheit. Weil die Geschäfte Teil der kritischen Infrastruktur in den jeweiligen Ländern seien, habe man zugleich die Pläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs aktiviert.

Dadurch werde sichergestellt, dass Fernsehsender und Radiostationen ihren Sendebetrieb fortführen können. Darüber hinaus beinhalten die Pläne aber auch Gegenmaßnahmen zur Reduzierung von Kosten sowie zur Sicherstellung der Liquidität. Die Strategie soll jedoch unverändert bleiben. Auch an den mittelfristigen Zielen für die Streamingdienste TVNow in Deutschland und Videoland in den Niederlanden will die RTL Group festhalten. Deren Break-even wird nach wie vor bis 2025 angepeilt.

Teilen

Kommentarbereich anzeigen
Montags: Aktuelles aus dem Milliardengeschäft Sport - präsentiert von Eurosport zum Sports-Update Dienstags: Neuigkeiten aus der Fernseh- und Medienlandschaft Österreichs zum Austria-Update Mittwochs: Very british: Die News der Woche aus dem Vereinigten Königreich zum UK-Update Donnerstags: Aktuelles rund um Audio - präsentiert von der WDR Mediagroup. zum Audio-Update Freitags: Die wichtigsten Medien-Nachrichten aus den Vereinigten Staaten zum US-Update Samstags: Ulrike Klode schreibt, was sie in ihrer Serienwoche bewegt hat zu Meine Woche in Serie Sonntags: Fernsehkritiker Hans Hoff über Aufreger und Programmperlen zum Hoff zum Sonntag
Mit den Newslettern der DWDL.de-Redaktion sind Sie werktäglich bestens informiert. Für die Rundum-Versorgung abonnieren Sie einfach alle Angebote oder wählen den für Sie passenden Newsletter...
Name:
E-Mail:
Frage: 2 mal 4 ist

Ich möchte die folgenden Newsletter erhalten:
Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.