Michaela May / Jutta Speidel © ARD Degeto/BR/B.Bauriedl/M.v.d.Mehden
Serienprojekt mit Michaela May und Jutta Speidel

Amalia Film entwickelt doppelte Miss Marple auf Bayerisch

 

Wenn es nach TV-Produzent Sven-Oliver Müller geht, sollen Michaela May und Jutta Speidel bald in München Kriminalfälle lösen. Unter dem Arbeitstitel "MordsSchwestern" entwickelt er gemeinsam mit der Studio-Hamburg-Tochter Amalia Film eine neue Serie.

von Torsten Zarges
19.05.2020 - 08:08 Uhr

Sven-Oliver Müller macht keinen Hehl aus seiner Verehrung für legendäre Helmut-Dietl-Serien wie "Monaco Franze" oder "Kir Royal". Der Kölner Produzent möchte diese "herzige Farbe in modernem Gewand" wieder auf den Bildschirm bringen, wie er dem Medienmagazin DWDL.de verriet. Seit einem Jahr arbeitet er an verschiedenen Stoffen, darunter einer mit dem Arbeitstitel "MordsSchwestern".

Müllers Idee: Die beiden Schauspiel-Stars Michaela May und Jutta Speidel sollen als eine Art doppelte Miss Marple Verbrechen in München-Schwabing aufklären. In ihren Rollen verkörpern sie demnach zwei Schwestern im Ruhestand, ehemals Ärztin die eine, Staatsanwältin die andere, die ein Zimmer ihrer Altbauwohnung an einen jungen Kommissar vermieten. Mit Herz, Verstand und bayerischem Charme lösen sie ganz nebenbei dessen Fälle.

"Mir geht es in erster Linie darum, Frauen jenseits der 60 mit Sex-Appeal und Lebenserfahrung zu feiern", so Müller. "Die Kriminalfälle werden eher Mittel zum Zweck sein, um zu erzählen, welche Lösungen Frauen im besten Alter für verschiedenste Probleme unserer Gesellschaft anzubieten haben." May und Speidel haben bereits zugesagt und sind laut Müller eng eingebunden.

Der langjährige Fiction-Redakteur von RTL, der einst Serien wie "Die Wache", "Der Clown" oder "Hinter Gittern" betreute, war zwischenzeitlich als Produzent bei Provobis sowie als Autor zahlreicher Show- und Fiction-Formate tätig. Seit 2019 konzentriert er sich wieder auf fiktionale Projekte und stieß vor wenigen Wochen als freier Produzent zur Amalia Film, der Münchner Tochter der Studio Hamburg Production Group. Gemeinsam mit deren Geschäftsführer Felix von Poser und mehreren Autoren treibt Müller die "MordsSchwestern" nun voran.

Noch offen ist Müller zufolge, ob eine Serie mit einstündigen Episoden oder eine Reihe mit 90-Minütern entstehen soll. Bislang ist auch noch kein Sender an Bord. Gespräche werde man führen, wenn das Detailkonzept weiter fortgeschritten sei.

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