Planet Schule © SWR
"Planet Schule"

Gniffke will Bildungsinhalte länger verfügbar machen

 

Mehrere Lehrerverbände haben den Wunsch geäußert, dass öffentlich-rechtliche Bildungsbeiträge dauerhaft zur Verfügung gestellt werden. Das wird aktuell durch die Telemedienkonzepte oft verhindert. SWR-Intendant Kai Gniffke hofft aber auf Besserung.

von Alexander Krei
22.05.2020 - 11:55 Uhr

Während die Schulen geschlossen waren, griffen Lehrkräfte, aber auch Eltern in den vergangenen Wochen verstärkt auf Bildungsangebote im Netz zurück, darunter auch jene der Öffentlich-Rechtlichen. Deren Nutzung habe sich in dieser Zeit vervielfacht, teilte der SWR nun mit. Für die Angebote gab es viel Lob, gleichzeitig äußerten Lehrerverbände in einem offenen Brief an die Intendantinnen und Intendanten von ARD und ZDF jedoch die Sorge, dass die Inhalte wieder schnell aus dem Internet verschwinden könnten. Gemeinsam mit der Vereinigung Wikimedia plädieren sie dafür, dass diese "Corona-Soforthilfe" für die Bildung im Netz dauerhaft verfügbar sei.

Kai Gniffke© SWR/Paul Gärtner
In seinem Antwortschreiben hat SWR-Intendant Kai Gniffke (Foto) jetzt auf entsprechende Pläne verwiesen, wonach die Telemedienkonzepte, die unter anderem die Befristung von Verweildauern je nach Angebot regeln, bald überarbeitet werden - damit etwa Beiträge der Redaktion "Planet Schule" auch weiterhin zugänglich bleiben. "Wir werden Telemedienkonzepte auf den aktuellsten Stand bringen", versprach Gniffke. "Die ARD-Sender werden sich zusammentun und gemeinsam eine Überarbeitung angehen." 

Tatsächlich stehen die Chancen gut, dass viele Bildungsinhalte nicht so schnell wieder verschwinden werden. So würden Inhalte von "Planet Schule" schon jetzt für mindestens fünf Jahre zugängiglich gemacht, bei entsprechender Wiederholung im linearen Programm auch länger. Bei "Planet Schule" handelt es sich um eine Kooperation zwischen SWR und WDR und entsteht, die in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien mehrerer Bundesländer entsteht. Es geht auf das klassische Schulfernsehen zurück, seit Ende der 1990er Jahre Multimediainhalte für Schulen und Bildungsinteressierte im Netz anbietet. 

Wegen der hohen Nutzung in der Pandemie mussten gar die Serverkapazitäten ausgebaut werden. In den von den Schulschließungen betroffenen Monaten März und April verzeichnete das Angebot nach Angaben des SWR über 3,5 Millionen Visits, im Vergleich zu den ersten beiden Monaten des Jahres hat sich die Nutzung damit fast vervierfacht. In der ARD-Mediathek und auf der Plattform "Planet Schule" brachten es die Bildungsfilme in den beiden Monaten auf insgesamt 2,1 Millionen Wiedergaben. Besonders gefragt sind Inhalte aus dem Bereichen Sprachen, Geschichte und Natur und Umwelt.

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