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"Mütter machen Porno"

5 Mütter drehen in Sat.1 einen Porno für ihren Nachwuchs

 

Im letzten Jahr sicherte sich Sat.1 die Adaptionsrechte des britischen Formats "Mums Make Porn", noch im Juli gibt's nun das Ergebnis "Mütter machen Porno" zu sehen. Fünf Mütter drehen darin einen Porno, der ein realistisches Bild von Sex vermitteln soll

von Uwe Mantel
01.07.2020 - 10:51 Uhr

Bei ProSiebenSat.1 sorgt man sich in diesem Jahr offenbar besonders um ein gesundes Liebesleben der Deutschen. Nachdem ProSieben unlängst zum "Sex-Seminar" geladen hatte, steht bei Sat.1 am 22. und 29. Juli jeweils mittwochs um 20:15 Uhr die zweiteilige Doku "Mütter machen Porno" auf dem Programm. Es handelt sich um die deutsche Adaption des britischen Formats "Mums make porn", das Sat.1 im vergangenen Jahr bei Channel 4 seine Premiere gefeiert hatte.

Hintergrund ist die Tatsache, dass Porno-Clips im Internet für jeden in nahezu unbegrenzter Zahl einfach und jederzeit und häufig kostenfrei frei zugänglich sind - und zu sehen gibt's die ganze Bandbreite dessen, was man sich in Sachen Sexualität vorstellen kann. "Stell Dir vor, Dein Sohn oder Deine Tochter gucken solche Videos und haben vorher überhaupt keine Erfahrung mit dem anderen Geschlecht gesammelt. Die denken, das ist normal", fasst die 36-jährige Jasmine, Mutter zweier Kinder, das Problem zusammen.

Zusammen mit vier weiteren Müttern stellt sie sich daher der Aufgabe, selbst einen Porno zu produzieren - der aber Heranwachsenden ein realisitsches Bild von Sex vermitteln soll. Mit "Menschen, die aussehen wie Du und ich", sich auf Augenhöhe, leidenschaftlich und wertschätzend begegnen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn nicht nur die Entwicklung der Storyline und die Suche nach passenden Darstellern ist eine Herauforderung, schon die Antwort auf die Frage, was eigentlich "normaler" Sex sein soll, fällt bei allen unterschliedlich aus.

Sat.1 versieht die beiden Doku-Folgen über die Produktion des Pornos mit einem Intro und Outro der von Sixx bestens bekannten Sex- und Beziehungsexpertin Paula Lambert, die auch selbst Mutter ist. Sie soll "Mütter machen Porno" in den Gesamtkontext "Heranwachsende und Pornographie" einordnen. Den gesamten von den Müttern gedrehten Porno gibt's zwar nicht im Fernsehen zu sehen, im Anschluss an die zweite Episode werde man aber ausgewählte Szenen von "Vanilla X - der Film" in einer kommentierten und nach den Vorgaben des Jugendschutzes geschnittenen Form zeigen. Produziert wird die Sendung von RedSeven Entertainment.

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