Am Donnerstag hatte die ARD nach Hamburg geladen, um dort gemeinsam mit ihrer Filmtochter Degeto das Programm für das kommende Jahr 2007 vorzustellen. Stolz ist man bei der ARD vor allem auf zwei neue Zweiteiler, die der öffentlich-rechtliche Sender im kommenden Jahr zeigen wird.
So wird Veronica Ferres als "Die Frau vom Checkpoint Charlie" zu sehen sein. Sie spielt darin eine Frau, die ohne ihre Kinder aus der DDR in den Westen abgeschoben wird. Die Ausstrahlung ist allerdings erst im vierten Quartal 2007 zu erwarten. Schon in den ersten Monaten des Jahres soll hingegen "Flucht und Vertreibung" zu sehen sein. In dem Film über eien Flucht vor der Sowjetarmee kurz vor Kriegsende spielt Maria Furtwängler eine ostpreußische Gutsbesitzerin.
Ansonsten stellte ARD-Fernsehspieldirektor Ulrich Deppendorf für den Sonntagabend wie eh und je neue Folgen von "Tatort" und "Polizeiruf 110" sowie je eine Ausgabe von "Schimanski" und "K3 - Kripo Hamburg". Auch am Film-Mittwoch sind 47 neue Produktionen angekündigt. Mit der Entwicklung der eigenproduzierten Mittwochsfilme ist die ARD sehr zufrieden, die Quote läge durchschnittlich bei erfreulichen 15,1 Prozent.
Im Serienbereich stellte die ARD nur eine spannende Neuheit vor: Der Bayerische Rundfunk lässt eine neue Serie mit dem Titel "Im Angesicht des Verbrechens" entwickeln. Sie soll in Berlin im Milieu des Organisierten Verbrechens sdpielen. Die Ermittler bekommen es darin mit osteuropäischen Banden und der russischen Mafia zu tun. Ob es die Serie noch 2007 ins Programm schafft, steht allerdings noch nicht fest.
Ebenfalls noch in Entwicklung befindet sich ein Dieter Wedel-Film über den Hamburger Millionenbetrüger Jürgen Harksen. Die Drehbücher sollen bis zum Spätsommer vorliegen, Drehstart ist dann vor Ende kommenden Jahres geplant. Zu beachten seien allerdings juristische Fragen, die beispielsweise auch beim WDR-Zweiteiler über den Contergan-Skandal zu einem gerichtlichen Stopp geführt hätten. Allerdings kündigte Deppendorf an, dass die ARD durch alle Instanzen gehen werde, um noch eine Freigabe des Films zu erreichen.
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