Logo: DuMont SchaubergDie Expansion der Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg geht weiter: Nun hat der Kölner Verlag rückwirkend zum 1. Januar 2006 sämtliche Anteile am Bundesanzeiger Verlag übernommen. Bereits seit 1999 hielt M. DuMont Schauberg rund ein Drittel der Anteile, je etwa ein weiteres Drittel war im Besitz des Bundes und der Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen.

Der Bundesanzeiger veröffentlicht Pflichtmitteilungen des Bundes wie etwa Gesetzestexe oder Jahresabschlüsse. Dass dies auch in den kommenden Jahren so bleibt, sei durch einen langfristigen Vertrag abgesichert, so DuMont Schauberg. Statt wie bislang in gedruckter Form werden ab 2007 die Pflichtpublikationen aber ausschließlich in elektronischer Form erstellt.


M. DuMont Schauberg rechnet mit einem kontinuierlichen Wachstum, da die publikationspflichtigen Texte in Zukunft nach Einschätzung des Unternehmens eher zunehmen dürften. Demzufolge habe man mit der Neuerwerbung eine "auf lange Sicht kalkulierbare Ertragsquelle jenseits des zeitungsnahen Geschäfts" erschlossen.

Der Ausstieg des Bundes aus dem Bundesanzeiger war schon seit längerem angekündigt und ist Teil der Privatisierungspolitik der Bundesregierung. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Für M. DuMont Schauberg ist es nach der Übernahme der Mehrheit an der "Frankfurter Rundschau" und der Beteiligung an der israelischen Ha'aretz-Gruppe bereits die dritte große Investition in diesem Jahr.