Zwischendurch sah es im Laufe des Jahres 2023 immer mal wieder so aus, als könnte sich der schwächelnde Werbemarkt erholen. Den kurzen Phasen des Hoffens folgte aber meist schnell die Ernüchterung und es kam ein Tiefschlag nach dem nächsten. Nun gibt es endlich gute Nachrichten für die TV-Vermarkter: Nielsen weist für den Monat November einen deutlich stärkeren Brutto-TV-Werbemarkt als noch im Vorjahr aus. 

Demnach lagen die Bruttoerlöse der Vermarkter im elften Monat des Jahres bei 2,09 Milliarden Euro, das waren etwa 4 Prozent mehr als noch im November 2022. Es ist das erste Mal überhaupt in diesem Jahr, dass die Vermarkter ein Plus auf Monatsbasis verzeichnen können. Der lang beschworene Aufschwung zum Jahresende - er dürfte also tatsächlich ein wenig eingesetzt haben. 

Wobei nicht zu vergessen ist: Bei den Nielsen-Zahlen handelt es sich um Bruttowerte, die Rabatte, Eigenanzeigen, Gegengeschäfte oder auch andere Eigenheiten des Marktes nicht berücksichtigen. Die Netto-Erlöse der Vermarkter sind weiter unter Druck, Experten gehen davon aus, dass am Ende des Jahres ein zweistelliges Minus steht. Die Nielsen-Zahlen sind dennoch oft ein guter Indikator für die künftige Entwicklung. Insofern dürfte durch die November-Zahlen ein wenig Hoffnung zurückkehren. Auf Jahressicht liegt das Fernsehen noch bei 4,9 Prozent im Minus, hier hat man zuletzt auch Boden gutgemacht. 

Bis auf Online lagen neben dem Fernsehen auch alle anderen Mediengattungen im November im Plus. Und so erreichte der gesamte Markt Brutto-Werbeeinnahmen in Höhe von 3,95 Milliarden Euro, ein Jahr zuvor waren es nur 3,75 Milliarden. Year to date sind es vor allem die Zeitungen und der Bereich Out Of Home, die im Vergleich zu 2022 zulegen konnten. 

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