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Radio-Update vom 27. April

Neuer Look für Deutschlandfunk, "2Live" bei 1Live

 

Zum 1. Mai wird wird Deutschlandradio Kultur zu Deutschlandfunk Kultur, DRadio Wissen zu Deutschlandfunk Nova. Alle erhalten auch einen neuen, einheitlichen Look. Außerdem: 1Live startet 2Live mit Luke Mockridge und Ingmar Stadelmann, Thadeusz soll bei WDR 2 mehr talken

von Uwe Mantel
27.04.2017 - 12:14 Uhr

Im vergangenen Jahr kündigte das Deutschlandradio an, dass seine drei Programme künftig einheitlich unter der Marke Deutschlandfunk auftreten. Neben dem Deutschlandfunk gibt's ab Mai somit auch Deutschlandfunk Kultur (statt bislang Deutschlandradio Kultur) sowie Deutschlandfunk Nova (statt bislang DRadio Wissen). Damit einher geht auch ein neuer Look. Allen Logos gemein ist ein stilisiertes D im farbigen Quadrat, das sich auch bei programmübergreifenden Angeboten wie etwa dem Nachrichtenangebot Dlf24 wiederfindet. "Mit diesem Teil der Markenführung wollen wir auch auf dem begrenzten Raum, den kleine Bildschirme bieten, auf einen Blick deutlich machen, wer der Absender ist", schreibt Programmdirektor Andreas-Peter Weber. Allgemein solle mit dem vereinheitlichen Namen und der einheitlichen Optik die Auffindbarkeit  im "Netz mit seiner unüberschaubaren Angebotsfülle" verbessert werden.

Deutschlandfunk - neues Markenkonzept
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2Live in 1Live mit Luke Mockridge, Ingmar Stadelmann
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1Live startet eine neue Show für sein Abendprogramm: Am heutigen Donnerstag feiert um 19 Uhr "2Live in 1Live - die fast professionelle Radioshow" ihre Premiere. Luke Mockridge und Ingmar Stadelmann bringen sich für die einstündige Sendung gegenseitig eine Frage mit, die wahrheitsgemäß beantwortet werden muss. Inhaltlich seien ihnen dabei keine Grenzen gesetzt. "Es wird deep und emotional und auch ein bisschen schön", kommentiert Luke Mockridge. Und Ingmar Stadelmann droht: "Wir manipulieren das Volk mit unseren Meinungen und Ansichten. Und  da ja alle nur 1LIVE hören, müssen die Menschen uns dann glauben." Die Sendung wird einmal monatlich an einem Donnerstagabend zu hören sein, zudem gibt es si als Podcast, auch Videos werden für Youtube und Facebook produziert.

Jörg Thadeusz in Dickes B.
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Am Freitag berät der WDR-Rundfunkrat über Veränderungen der Programmschemas von WDR 2 und WDR 4. Wie die "Süddeutsche" berichtet, ist ein Teil des von Hörfunkdirektorin Valerie Weber vorgelegten Planes, dass Jörg Thadeusz, der schon seit Herbst bei WDR 2 zu hören ist, ab Juni regelmäßig vier Mal pro Woche auf Sendung geht. In dieser soll er seine Stärke im Bereich Talk ausspielen und viele Gäste empfangen, während der Musikanteil geringer wäre als bei WDR 2 üblich. Dem Bericht zufolge solle die Sendung allerdings nicht in NRW entstehen, sondern an Thadeusz' Wohnort in Berlin. Im Gegenzug sollen allerdings demnach andere Gesprächsformate wie der "Montalk" oder die "WDR 2 Arena" weichen. Offizielle Details zu den Änderungen bei WDR 2 und WDR 4 sind erst nach der Rundfunkratssitzung zu erwarten.

RPR1
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RPR1 startet am 11. Mai eine neue, wöchentliche Late-Night-Show, den "Rockertreff". Sven Hieronymus empfängt dann immer donnerstags zwischen 22 Uhr und Mitternacht einen Live-Talk-Gast aus der Comedy- oder Musikszene, zu hören gibt's naheliegenderweise dazu Rockmusik. "Wir sind der Überzeugung, dass Special-Interest-Sendungen nicht in die Nischenecke von Spartensendern gehören, sondern Teil eines abwechslungsreichen, originellen Radioprogramms sind," sagt RPR1.-Programmchef Karsten Kröger. "Deshalb gebe ich Sven Hieronymus auch freie Hand bei der Musikauswahl. Wer auf originale Rockmusik steht, soll bei dieser Sendung voll auf seine Kosten kommen." Hieronymus selbst kommentiert: "Ich darf die Musik spielen, die mir Spaß macht, sonst hätte ich es auch nicht gemacht. Ich glaube daran, dass es viele Menschen gibt, die eine geile Rockmusik-Show im Radio total vermissen!" Gast der ersten Sendung ist übrigens Tobias Mann (u.a. "Mann, Sieber!" im ZDF).

Radio Advertising Award
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In dieser Woche ging nicht nur der Radio Advertising Summit mit rund 800 Teilnehmern über die Bühne, auch der Radio Advertising Award wurde wieder verliehen. Die prämierten Radio-Spots lassen sich online auf der Seite der Verleihung anhören. In der Kategorie "Best Brand" ging Gold an den Spot "Schicksalsschlag" (Kolle Rebbe für "Hinz & Kunzt"), Aldis Wein-Spot von der Oliver Voss Werbeagentur war in der Kategorie "Best Creative Activation" siegreich, als "Best Innovative Idea" wurde "Du lebst. Erinnerst du dich?" (Heimat Werbeagentur für Hornbach) ausgezeichnet, in der Kategorie lag der "Countdown" von Volkswagen (Agentur: Grabarz & Partner) vorn, der per Hörer-Abstimmung vergebene Audience Award ging an den Spot "Mina" (BBDO für Innocence in Danger).

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