Geldscheine © Chobe / photocase.com
Sports-Update vom 30. Juni

Mehr Geld für Serie A, DTM bleibt 2015 im Ersten

 

Die italienische Serie A kann sich ab der kommenden Saison über höhere Einnahmen freuen. Die DTM-Fahrer werden unterdessen auch im nächsten Jahr ihre Runden im Ersten drehen. Außerdem: Ein Blick auf internationale WM-Quoten.

von Alexander Krei
30.06.2014 - 11:15 Uhr

Sky Italia© Sky Italia
Die italienische Serie A hat ihre nationalen Medienrechte vergeben. Bis einschließlich der Saison 2017/18 wird Sky Italia alle Fußballspiele live übertragen, davon jährlich 132 der insgesamt 380 Partien exklusiv. Zugeschlagen hat auch die Fernsehgruppe Mediaset, die sich im Besitz von Silvio Berlusconi befindet. Dort werden die Begegnungen von acht Vereinen, darunter von Meister Juventus Turin, dem AC Mailand und AS Rom, gezeigt. Für die Liga lohnt sich der Deal: In den kommenden Jahren kann sich die Serie A jährlich über ein Einnahmen in Höhe von 943 Millionen Euro freuen. Das sind 114 Millionen Euro mehr als in der nun zu Ende gegangenen Rechte-Periode. Zum Vergleich: Seit der vorigen Saison nimmt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) im Schnitt 628 Millionen Euro ein - in der Saison 2016/17 werden sich die Gesamt-Einnahmen auf 673 Millionen belaufen.

DTM© DTM
Die DTM wird auch im kommenden Jahr im Ersten zu sehen sein. Wie ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky gegenüber "Speedweek" bestätigte, hat die ARD im Rahmen des bis Ende der aktuellen Saison laufenden Vertrags eine Option gezogen. Dabei kann man mit den Quoten derzeit nicht wirklich zufrieden sein. Zuletzt bewegten sich die Marktanteile der Live-Übertragungen im einstelligen Bereich. "Der Saison-Auftakt in Hockenheim war hinsichtlich der Quoten sicherlich nicht zufriedenstellend", gab Balkausky zu. "Bei den folgenden Rennen blieben sie in etwa gleich zum Vorjahr. Es gilt jedoch den gesamten Saisonverlauf abzuwarten, bevor man ein Resümee ziehen kann."

Bild: SR© SR
25 Jahre nach seinem legendären Tour-Sieg von 1989 wurd Greg LeMond erstmals für Eurosport als Experte bei der Tour de France im Einsatz sein. Im Rahmen von "LeMond on Tour" soll es täglich zwei Live-Schaltungen ins Eurosport-Studio vor Ort geben. Kurz vor Etappenstart gibt LeMond darin einen Ausblick auf den Etappenverlauf und Tagesprognosen, zudem sind Interviews mit Fahrern und Teamchefs geplant. Direkt im Anschluss an die Etappen schaltet Eurosport in den Zielbereich zu Interviews mit den Top-Fahrern. Greg LeMond analysiert gemeinsam mit Sean Kelly, Radsport-Experte für British Eurosport und viermaliger Gewinner des Grünen Trikots, die Schlüsselszenen des Tages. Weil ARD und ZDF auch in diesem Jahr wieder auf Übertragungen verzichten, hat Eurosport die Rechte hierzulande exklusiv. Bis zum 27. Juli wird man mehr als 350 Stunden über die Tour berichten, davon mehr als 90 Stunden live. Bei Eurosport 2 gibt es zudem jeden Abend gegen 20 Uhr die Etappe des Tages in der Zusammenfassung.

FIFA WM 2014© FIFA
In knapp zwei Wochen wissen wir, wer neuer Fußball-Weltmeister ist. Bis dahin sind ARD und ZDF starke Quoten weiterhin sicher. Beim ZDF freute man sich kürzlch über die mehr als 27 Millionen Zuschauer beim Spiel der Nationalmannschaft gegen die USA. Dass die Südamerika-Reportage "Zwischen Anden und Amazonien" von Marietta Slomka von 7,7 Millionen Zuschauern gesehen wurde, verbucht Chefredakteur Peter Frey als Erfolg. "Das lag weit über unseren Erwartungen. Aber auch mit den sportlichen Analysen des Spiels und vielen Reaktionen von Fans in Deutschland haben wir ganz offenbar den Nerv des Publikums getroffen", sagte Frey. Doch auch im Netz erfreut sich die WM großer Beliebtheit. Die WM-App der "Sportschau" wurde nach Angaben der ARD bis zum Ende der Gruppenphase mehr als 1,3 Millionen Mal installiert.

Studio D mit Frank Buschmann© DWDL.de
Sportreporter Frank Buschmann will sich in Zukunft wieder mehr auf den Sport konzentrieren, für die NBA bei Spox aber keine Zeit mehr haben. Das erklärte Buschmann auf seiner Facebook-Seite. Ein weitere Ausflug in den "Fernsehgarten" ist zudem nicht mehr geplant. "'Fernsehgarten' und ZDF passen nicht mehr in meine Ausrichtung für die nächste Zeit. Das ist auch schade, aber wir passen mit Unterhaltungsideen wohl wirklich nicht zusammen." Der Fokus soll künftig mehr auf Fußball und NFL-Play-Offs liegen, betonte Buschmann, der aber auch weiterhin bei "Schlag den Raab" im Einsatz sein wird. Auch "Schlag den Star" will er wieder kommentieren - in diesem Jahr habe das jedoch nicht geklappt. Unklar ist hingegen, wie es mit seinem YouTube-Projekt "Buschi TV" weitergehen wird. Zwar liege ihm das Projekt am Herzen, doch die Zukunft formuliert er diesbezüglich sehr offen: "Buschi TV muss ich einfach sehen, was an Zeit noch da ist." Dagegen seien aber derzeit zwei nicht näher benannte Projekte in Planung, "die ebenfalls viel Zeit in Anspruch nehmen".

Deutsche Telekom© Deutsche Telekom
Zeit für die Telekom hat Buschmann indes nach wie vor. Die Zusammenarbeit soll künftig noch weiter intensiviert werden, hieß es. Auf der "Stollenstroche"-Kinderseite ist nun das Videoformat "Frag den Buschi" gestartet, das es Kindern ermöglicht, Fragen einzureichen, die sie beschäftigen. Buschmann soll die Fragen ernsthaftesten, lustigsten und verrücktesten Kinderfragen rund um den Sport monatlich beantworten, hieß es. In den Startmonaten dreht sich passend zur Fußball-WM alles um den Fußball. Der Deutschen Telekom sei "ein Anliegen, die Motivation der Heranwachsenden für den Sport zu fördern", sagte Stephan Althoff, Leiter Konzernsponsoring der Deutschen Telekom. "Dazu soll auch das neue Videoformat 'Frag den Buschi!' mit beitragen, denn wir bieten dem Nachwuchs eine eigene Wissens-Plattform rund um das Thema Sport und Co und nehmen damit die Kinder und ihre Bedürfnisse ernst."

Sport in Zahlen

Fußball-WM Brasilien© SWR/Olga Samuels
Die Fußball-WM in Brasilien ist ein guter Anlass, um auch mal über die Grenzen zu blicken. Während hierzulande das Spiel zwischen Deutschland und den USA mit 27,3 Millionen Zuschauern den Bestwert der laufenden WM markiert, ist das Turnier auch bei unseren Nachbarn in den Niederlanden ein voller Erfolg. Dort verfolgte am Sonntag fast die Hälfte der Bevölkerung das Achtelfinale gegen Mexiko vor dem Fernseher. Rund 8,1 Millionen Zuschauer waren dabei und trieben den Marktanteil auf satte 89,4 Prozent. Gefragt ist die WM auch in Belgien, wo das Spiel zwischen Belgien und Südkorea mit 5,2 Millionen Zuschauern tolle 83 Prozent Marktanteil einfuhr. Das geht aus einer Analyse von Wirkstoff TV hervor. In Italien markierte das Spiel gegen England demnach mit 15,3 Millionen Zuschauern den WM-Rekord - beide Teams sind inzwischen aber ausgeschieden. Interessant auch, dass die Marktanteile in Spanien, England und Frankreich zuletzt bei weniger als 70 Prozent lagen, wenn die jeweiligen Nationalmannschaft antraten. Hierzulande bewegten sich die Marktanteile dagegen insbesondere beim jungen Publikum jeweils weit oberhalb der 80-Prozent-Marke.

Das Erste© Das Erste
Auch beim vierten Rennen der Deutschen Tourenwagen Masters wurde ein zweistelliger Marktanteil wieder verfehlt. Mehr als 8,9 Prozent waren beim Gesamtpublikum im Ersten nicht zu holen. Mit 1,31 Millionen Zuschauern wurde aber zumindest ein neuer Reichweiten-Bestwert aufgestellt. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es indes mit nur 6,2 Prozent Marktanteil klar schwächer als zuletzt - beim Rennen in Budapest hatte die DTM noch fast acht Prozent eingefahren. Mit Blick auf den WM-Rekord, für den die Niederländer im weiteren Verlauf des Tages sorgten, wird man die eher enttäuschenden DTM-Quoten aber sicherlich verschmerzen können. Das Achtelfinalspiel gegen Mexiko wollten ab 18:00 Uhr im Schnitt 17,22 Millionen Fans sehen.

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