Christoph Krachten im Portrait

Von einem Fernsehmann, der ins Web ging

 

Es fing mit seiner Web-Talkshow "Clixoom" an, doch ist längst mehr geworden: Der gelernte Fernsehmacher Christoph Krachten ist bei YouTube zuhause und entwickelt dort mit seiner Firma Mediakraft GmbH ein eigenes Netzwerk.

von Thomas Lückerath
23.10.2012 - 15:09 Uhr

Der Anfang war klassisch: Christoph Krachten startete seine Karriere in den 80er Jahren als Radioreporter beim WDR. Von dort aus wechselte er Anfang der 90er Jahre zum Fernsehen, wo er als Reporter für das ZDF, den Südwest Rundfunk, RTL und SAT.1 tätig war. Später gründete er seiner Kollegin Carolin Hengholt die Kölner Produktionsfirma momento media. Doch die Unabhängigkeit von Sendern faszinierte Krachten, der 2009 auf YouTube seine Talkshow "Clixoom" startete. Mit mehr als 80 Millionen Views ist die Show inzwischen einer der größten deutschsprachigen Kanäle auf der Videoplattform.

Die Erfahrungen daraus nutzt Krachten seit 2011 auch als Geschäftsführer der Mediakraft GmbH, einem Netzwerk aus erfolgreichen deutschen YouTube-Kanälen, denen Krachten bei Vermarktung, PR und Professionalisierung hilft. Ebenfalls 2011 veröffentlichte er wieder zusammen mit Carolin Hengholt das Buch "YouTube – Erfolg und Spaß mit Online-Videos". Es ist das einzige Buch in deutscher Sprache, das sich ausschließlich mit der Videoplattform beschäftigt. Krachten glaubt an die Chancen von Video-Formaten im Web - und deren erfolgreiche Vermarktbarkeit.

Nicht wenige Kanäle erreichen in der Woche Zugriffszahlen von denen manche Sendung im klassischen Fernsehen träumt - und das besonders bei jungen Zielgruppen bei denen sich das lineare Fernsehen zunehmen schwer tut. Diese Überzeugungsarbeit muss Krachten jetzt nur noch bei den Werbekunden vortragen: Noch jedenfalls rechnet es sich nicht für alle. Noch reicht viel Leidenschaft. Doch die Original Channel-Offensive von YouTube sei ein richtiger Weg in diese Richtung, da ist er sich sicher. Und vielleicht ist dann bald im Web auch mehr möglich als kurze Clips.

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