Stefan Gödde © ProSieben/Holger Rauner
Unterm Strich vom 10. August

Wird "Galileo" zum Vorabend-Problem für ProSieben?

 

In den vergangenen Tagen sind die Quoten von "Galileo" massiv eingebrochen - von zweistelligen Marktanteilen blieb das ProSieben-Magazin meist deutlich entfernt. Der Abstand zu RTL II hat sich dadurch sogar noch vergrößert.

von Alexander Krei
10.08.2013 - 12:11 Uhr

Es ist erst ein gutes Vierteljahr her, dass wir an dieser Stelle die Quoten von "Galileo" betrachteten. Ende April schien es, als habe das langjährige Wissensmagazin seine Schwächephase gerade hinter sich gebracht. Mehrere Monate bewegten sich die Marktanteile zuvor in der Zielgruppe um elf Prozent - im Januar wurden im Schnitt sogar nur 10,7 Prozent gemessen. Und tatsächlich: Im Mai steigerte sich "Galileo" auf 11,9 Prozent, im Juni reichte es mit 12,2 Prozent sogar zum höchsten Monatsschnitt seit knapp einem Jahr. Doch dieser Höhenflug ist nun offenbar bereits wieder beendet.

Schon im Juli reichte es wieder nur noch für einen Marktanteil von 11,2 Prozent in der Zielgruppe, doch selbst davon ist "Galileo" aktuell deutlich entfernt. Seit Montag liegen die Marktanteile im teils deutlich einstelligen Bereich - so reichte es am Mittwoch beispielsweise für äußerst maue 8,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Nur am Freitag kam das Magazin wieder knapp über die Marke von zehn Prozent. Einen schlechteren Wochenschnitt musste "Galileo" zuletzt übrigens im August vergangenen Jahres hinnehmen: Damals drückten allerdings auch die Olympischen Spiele die Zuschauerzahlen.

Langzeittrend: Galileo
Galileo

Die aktuelle Krise dürfte für ProSieben hingegen deutlich schmerzhafter sein, zumal RTL II dem Wissensmagazin inzwischen regelrecht den Rang abgelaufen hat. "Berlin - Tag & Nacht" liegt mittlerweile nämlich fast immer vor "Galileo" - nicht selten sogar deutlich. Besonders spürbar wurde das beispielsweise Ende vergangener Woche als "Galileo" bei mageren 9,6 Prozent hängen blieb und die Soap in direkter Konkurrenz satte 15,9 Prozent verzeichnete. Nun mag man beide Formate nicht unbedingt miteinander vergleichen können. Dass der Abstand dennoch in den vergangenen Wochen eher noch größer geworden ist, wird man in Unterföhring aber vermutlich trotzdem mit Sorge betrachten.

Unterm Strich darf man gespannt sein, wie schnell es dem Sender gelingen wird, das Ruder wieder herumzureißen. Allerdings hat "Galileo" auch in der Vergangenheit immer mal wieder Schwächephasen zu überwinden gehabt - bislang ging es aber stets positiv aus.

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