The Big Bang Theory© CBS
Eigentlich hätten die Arbeiten an der neuen Staffel von "The Big Bang Theory" Mitte dieser Woche beginnen sollen. Doch daraus wurde nichts: Noch immer sind sich die Schauspieler nicht mit dem Produktionsstudio über neue Verträge einig geworden. Dabei geht es - wie sollte es anders sein - ums liebe Geld: Jim Parsons, Johnny Galecki, Kaley Cuoco, Simon Helberg und Kunal Nayyar bestehen auf einer deutlichen Gehaltserhöhung, Warner Bros. gehen die Forderungen zu weit. Parsons, Galecki und Cuoco erhalten bislang nach "Hollywood Reporter"-Infos 325.000 US-Dollar pro Folge. Künftig verlangen sie für ihre Auftritte in jeder der netto nur rund 20-minütigen Folgen aber 1 Million US-Dollar. Das klingt nach unglaublichen Beträgen, ist aber nicht mal ungewöhnlich. Charlie Sheen hatte zuletzt bis zu seinem Rauswurf rund zwei Millionen Dollar pro "Two and a half Men"-Folge kassiert. Die Verhandlungsposition der Schauspieler ist jedenfalls nicht schlecht: CBS hat das Format schon um drei weitere Staffeln verlängert, Warner ist also darauf angewiesen, die Darsteller an Bord zu halten. Zudem ist "The Big Bang Theory" derzeit die in der Zielgruppe mit riesigem Abstand erfolgreichste Serie - kein schlechtes Argument. Der rechtzeitige Start von "The Big Bang Theory" ist noch nicht in Gefahr: Ausgefallen sind bislang nur die ersten "Table Reads", bei denen die Skripte gemeinschaftlich gelesen werden. Sollte zeitnah ein Deal zustandekommen, dürfte einem Start im September nichts entgegenstehen.

Kirstie© TV Land
Das war eine TV-Rückkehr mit frühem Ende. Kirstie Alleys Serie "Kirstie", bei der auch Danny DeVitos Frau Rhea Perlman ("Cheers") und der als Kramer bei "Seinfeld" bekannt gewordene Michael Richards im Ensemble vertreten waren, wurde von TV Land nun nach nur einer 12 Folgen umfassenden Staffel eingestellt. Der Ex-Broadway-Star Madison Banks (Kirstie Alley) erhält damit keine Chance mehr, das Verhältnis zu ihrem überraschend aufgetauchten Sohn weiter aufzuarbeiten und dieses im Laufe weiterer Staffeln verbessern zu können. Für Nachschub bei TV-Land ist aber bereits gesorgt: der Sender hat nämlich zehn Episoden der Comedy-Serie "The Gaffigan Show" von und mit Stand-up-Comedian Jim Gaffigan geordert. Eine Woche nach Ausstrahlung werden die Folgen jeweils bei Comedy Central zu sehen sein. Die Serie soll teilweise autobiographisch vom Leben des fünffachen Vaters und dem Arbeiten als Comedian in New York City handeln und erinnert damit etwas an die FX-Serie "Louie". Das Projekt hat übrigens eine längere Karriere hinter sich: bereits zwei Mal war es als Pilot bei CBS durchgefallen. Man kann für Gaffigan nur hoffen, dass der Atem von TV Land länger ist als bei "Kirstie" und die Wiederaufstehung des Projekts von Dauer ist.

HBO Logo© HBO
Im Jahr 2000 konnte David Simon mit der HBO-Miniserie "The Corner" einen Emmy in der Kategorie "Beste Mini-Serie" gewinnen, mit "Generation Kill" war er neun Jahre später in der gleichen Kategorie nominiert, hatte dann aber gegen "Little Dorrit" das Nachsehen. Aktuell ist er wieder unter den Nominierten für einen Emmy in dieser Kategorie vertreten. Dieses Mal mit der HBO-Serie "Treme", die wohl auch aufgrund der nur fünf Folgen umfassenden finalen dritten Staffel in diesem Bereich eingereicht wurde. Dass David Simon, das "The Wire"-Mastermind, auch Mini-Serie kann, bewies er also in der Vergangenheit zu Genüge. Nun folgt auf "Treme", der Serie über Hurrikan Katrina und die Konsequenzen für New Orleans, eine von vornherein als Mini-Serie bezeichnete Serie. Was aber generell noch weniger verwundert, ist die Heimat für das neue Projekt namens "Show Me A Hero". Erneut wird es zu einer Zusammenarbeit zwischen HBO und Simon kommen, der Paul Haggis ("Crash") und Catherine Keener ("Being John Malkovich") dafür gewinnen konnte. Drehen wird sich die sechsstündige Mini-Serie um Nick Wasicsko, dem jüngsten Bürgermeister von Yonkers und den Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Wohnbauprojekten, die von rassistischen Gefühlen der Stadtbewohner begleitet werden.

Undateable© NBC
Am Montag, den 11. August, steht das Finale der aktuellen Staffel der NBA-Cheerleader-Serie "Hit The Floor" an, aber bereits jetzt hat VH1 kommuniziert, dass sich die Unterstützerinnen der fiktionalen Basketballmannschaft Los Angeles Devils in eine weitere Staffel tanzen werden. Der Startschuss der zehn bestellten Folgen wird im Mai 2015 erfolgen. Da die beiden Staffeln hervorragende Quoten beim jungen Publikum, vor allem bei Frauen, eingefahren haben, überrascht eine Verlängerung nicht allzu sehr, was auch mit der starken Social-Media-Präsenz- und Nutzung zusammenhängen dürfte. Dabei war vor allem die zweite Staffel von "Hit the Floor" ein Magnet für Fans auf den Social-Media-Plattformen. Zehn neue Folgen wird es unterdessen auch für die NBC-Serie "Undateable" geben. Die von Bill Lawrence produzierte zweite Staffel der Comedy-Serie über die Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht und der Herausforderung eine Beziehung auf dauerhafte Füße zu stellen, umfasst damit drei Folgen weniger als die Premierenstaffel. Für Lawrence selbst ist es neben der letzten Staffel von "Cougar Town" und "Ground Floor" die dritte Serie, die im TV zu sehen sein wird.

AMC© AMC
Nachdem AMC die Martial-Arts-Serie "Badlands" erst kürzlich direkt in Serie geschickt hat, wurde nun ein weiterer Serienpilot bestellt, der das Zeug zu einer Serie haben könnte, weil das Sujet sehr brisant ist. Drehen soll sich das geopolitisch ausgerichtete "White City" nämlich um westliche Diplomaten und Journalisten, die in Afghanistan arbeiten. Herauskommen soll dabei aber keine Geschichte über den Krieg, sondern eine über Menschen. Das Projekt will dabei einige der kompliziertesten Sachverhalte unserer Zeit beleuchten. Neben "Mr. Robot" und "Stanistan" wurde nun ein weiterer Pilot von USA Network bestellt, der vom "Lost"-Macher Carlton Cuse stammt und auf den Namen "Colony" hört. Erzählt wird eine in naher Zukunft spielende Geschichte in L.A., das von Außerirdischen bevölkert und regiert wird. Die Stadt selbst ist dadurch gespalten in Kollaborateure und Rebellen, die Widerstand leisten und die Konsequenzen ihres Handelns zu spüren bekommen.

Simpsons© FOX
Wird Homer Simpson sterben? Dieser Frage gehen derzeit Fans der Serie "The Simpsons" nach, denn ein Clip auf der Comic-Con in San Diego sorgt momentan für Aufregung und neue Spekulationen. Klar ist, dass ein Charakter der Gelblinge in der 28. Episode der 26. Staffel sterben wird, dessen Stimme aus dem Mund eines Emmy-Preisträgers kommt. Zunächst dachte man aber, durch den Titel "Clown in the Dumps" den Clown Krusty ausmachen zu können, allerdings rückt der gezeigte Clip eher den Donuts liebenden Homer als Todeskandidaten in den Fokus. Passen würde auch die Tatsache, dass Dan Castellaneta, der Stimmgeber von Barts Vater, einen Emmy für diese Rolle sein Eigen nennen kann. Dass jedoch das Spiel mit dem sterbenden Charakter auch ein guter Marketingeffekt ist, dürfte auch klar sein. Man darf also gespannt sein, welche Namen bis zur Ausstrahlung noch in den Ring geworfen werden.

TheCW© TheCW
Des Menschen besten Freund ist bekanntlich der Vierbeiner. Dass auch diese reif für einen Award sind, hat man sich nun bei The CW überlegt. Dort wird es im Januar 2015 zur ersten Dog Awards Show kommen, die passenderweise im Barker Hangar in Santa Monica stattfinden wird. Die eine oder andere Träne im positiven wie negativen Sinne, können sich die Zuschauer während der zweistündigen Zeremonie vermutlich nicht verkneifen, was auch mit der Kategorienauswahl zusammenhängen dürfte. Denn im Rahmen der Verleihung werden auch Hunde geehrt, die außerordentliche Leistungen für Mensch oder Tier erbringen, oder gar jemandem das Leben gerettet haben. Neben Verdiensten im Bereich Gesundheit und Militär wird es zur Auflockerung aber auch Preise für die beste Darbietung im Entertainment-Bereich und in viralen Videos geben, sowie einen Award für "Best Actor in a Supporting Role to a Dog". Für den Celebrity-Faktor und die Integration des menschlichen Zweibeiners ist also auch gesorgt.

BBC America© BBC America
AMC Networks, das sich mit Serien wie "The Walking Dead" und "Mad Men" einen Namen gemacht hat, verhandelt offenbar über die Übernahme eines großen Anteils an BBC America, wie "Deadline" berichtet. BBC Worldwide würde demnach zwar die Mehrheit behalten, AMC erhielte aber weitgehenden Einfluss auf Programmentscheidungen und zudem auf die Vermarktung und Verbreitung des Senders. Für AMC und BBC Worldwide wäre es nicht die erste Zusammenarbeit. Zusammen wurden Serien wie "Top of the Lake" oder "The Honorable Women" produziert, mit "One Child" ist noch ein weiteres gemeinsames Projekt in der Pipeline.

Americas got Talent Logo© NBC
Während die Sender in Deutschland bei Castingshows und allgemein Abstimmungen meist wenig kreativ sind, weil sie sich Einnahmen aus Telefon-Votings erhoffen, gibt es bei "America's Got Talent" mal wieder eine neue Abstimmungsmöglichkeit. NBC kooperiert dafür jetzt mit Google. Wer während der Sendung auf google.com nach "America's Got Talent" oder Ähnlichem sucht, der bekommt nämlich direkt in seinen Suchergebnissen eine Abstimmungsbox angezeigt. Zur Abstimmung muss man in sein Google-Konto eingeloggt sein. Die Zuschauer Nutzer können auf diesem Weg einen Kandidat, der kurz vor dem Ausscheiden steht, in der Show halten. "Wir freuen uns, den Zuschauern einfachere und interaktivere Wege, wie sie an der Show teilhaben können, zu ermöglichen", so Robert Hayes Digital-Chef von NBC Entertainment.

US-Quoten-Update

Sharknado 2© Syfy
Die Premiere von "Sharknado" hatte einst noch gar nicht besonders berauschende Quoten - doch der unglaubliche Trash mit fliegenden Haien löste einen derartigen Hype in Twitter aus, dass die Wiederholung sogar nochmal deutlich mehr Zuschauer anlockte. Klar, dass Syfy da schnell eine Fortsetzung in Auftrag gab - und die lieferte beeindruckende Zahlen: 3,9 Millionen Zuschauer sahen "Sharknado 2: The Second One" und machten ihn zum meistgesehenen Syfy-Film aller Zeiten. In der Zielgruppe wurden Network-Formate wie "Extant" mit Halle Berry überholt. Noch beeindruckender ist der erneute Erfolg bei Twitter: Rund eine Milliarde Mal wurden Tweets zu "Sharknado 2" nach Senderangaben während der "Sharknado 2"-Premiere gesehen, zwischenzeitlich schaffte es der Film, alle zehn Plätze in den Trending Topics allein zu besetzen. Nielsen kommt in seinen Twitter-TV-Ratings auf signifikant geringere Zahlen, dominiert aber auch hier das Ranking ganz deutlich. Syfy hat unterdessen noch ein paar Vergleiche auf Lager: Sharknado wurde auf Twitter häufiger erwähnt als #MileyCyrus am Tag der MTV 2013 VMAs, häufiger als #kimye am Hochzeitstag von Kim und Kanye, häufiger als #transformers4 am Tag der weltweiten Premiere und häufiger als jede Folge von "Game of Thrones", "Bachelorette" oder "Survivor".
Korrektur-Hinweis: An dieser Stelle stand zunächst, dass eine Milliarde Tweets abgesetzt wurden. Syfy spricht aber von Twitter-Impressions, also der Zahl, wie häufig die Tweets angezeigt wurden. Danke an die Hinweisgeber in den Kommentaren! Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Rising Star USA© ABC
Ein Blick aufs Non-Scripted Program: Die Castingshow "Rising Star" fällt bei ABC immer weiter und erreichte mit der sechsten Folge nur noch 3,76 Millionen Zuschauer und ein Zielgruppen-Rating von 0,9. ABC kann damit bei Weitem nicht mehr zufrieden sein. Am Montag ging "The Bachelorette" zu Ende. Das Finale sahen 8 Millionen Zuschauer - ein Staffel-Bestwert, aber fast eine Million weniger als im Jahr zuvor. Auch das Zielgruppen-Rating fiel mit 2,0 statt 2,6 signifikant niedriger aus. Nach einem sehr mauen Start deutlich zulegen konnte der Kochwettbewerb "Food Fighters" bei NBC. Das Zielgruppen-Rating zog von 1,0 auf 1,3 an - damit darf NBC recht zufriedens ein. 4,72 Millionen Zuschauer sahen insgesamt zu, das waren 230.000 mehr als in der vergangenen Woche. Am meisten Zuschauer holt derzeit aber weiterhin "America's Got Talent" vor die Bildschirme, das bei NBC sogar zwei Mal pro Woche läuft. 10,64 Millionen Zuschauer sahen am Dienstag zu, 10,79 Millionen am Mittwoch.

Extant© CBS
Um ebendieser Show aus dem Weg zu gehen, hat CBS seine Serie "Extant" nun um eine Stunde nach hinten geschoben und zeigt sie erst um 22 Uhr. Das kostete allerdings weitere Zuschauer: 5,92 Millionen Zuschauer wurden in Woche 4 gezählt, nochmal über eine halbe Million weniger. In der Zielgruppe blieb der Marktanteil mit 1,1/4 Prozent (Rating/Share) konstant. Das liegt weiterhin deutlich unter den Erwartungen von CBS. "Under the Dome" hat sich am Montag immerhin weitgehend gefangen. Mit 6,57 Millionen Zuschauern wurde der bisherige Tiefstwert aus der vergangenen Woche zwar nochmal um 170.000 unterboten, das Zielgruppen-Rating blieb mit 1,5 aber stabil. Zur Erinnerung: Die erste Staffel hatte im Schnitt über elf Millionen Zuschauer. Am Sonntagabend holte "Reckless" unterdessen erstmals über vier Millionen Zuschauer - es hat also zumindest nicht geschadet, dass die Serie den Platz mit "Unforgettable" getauscht hat und nun erst um 22 Uhr läuft. Allerdings ist das Zielgruppen-Rating mit 0,6 trotzdem weit von zufriedenstellenden Werten entfernt. "Unforgettable" zählte zuvor 6,45 Millionen Zuschauer und ein Zielgruppen-Rating von 1,0. Berauschend war auch das nicht.

Manhattan© WGN America
In die lange Liste der kleineren Sender, die nun auch mit eigenen Serien punkten wollen, reihte sich vor einiger Zeit auch WGN America ein. "Salem" war der erste Aufschlag, mit "Manhattan" folgte nun der zweite Streich. Knapp 900.000 Zuschauer sahen die Erstausstrahlung um 21 Uhr auf WGN America. Das ist drei Mal so viel wie der Sender sonst im Schnitt auf diesem Sendeplatz erreicht. Rechnet man Wiederholungen sowie die Ausstrahlung auf diversen Lokalsendern ein, die die erste Folge zu Promo-Zwecken ebenfalls gezeigt hatten, kommt man auf 1,8 Millionen Zuschauer. Trotzdem: Das "Salem"-Debüt im April hatte noch alles in allem 2,3 Millionen Zuschauer erreicht, davon 1,5 Millionen bei der Erstausstrahlung. Allerdings gingen im Lauf der ersten Staffel einen Großteil der Zuschauer nach und nach verloren. Bei "Manhattan" wird man auf stabilere Zahlen hoffen. Trotz der sinkenden Quoten: Eine zweite Staffel von "Salem" ist übrigens schon bestellt, mit "Ten Commandments" steht im kommenden Jahr zudem noch eine weitere eigene Serie auf dem Programm.