Weil Esther Sedlaczek eine kleine Babypause einlegt, führte am Samstagabend ausnahmsweise Florian Silbereisen als Moderator durch "Die große Maus-Show". Seinen "Mausflug" sahen sich im Schnitt 2,65 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer an - das waren etwa 350.000 mehr als bei der letzten Ausgabe im Juli dabei waren. Damals war das Format auf ein Allzeit-Reichweitentief gefallen. Mit 14,8 Prozent fiel zudem der Marktanteil beim Gesamtpublikum so hoch aus wie seit 2021 nicht mehr.
Das Publikum war diesmal aber im Schnitt älter als bei der Sendung gewohnt. Blickt man auf die Altersgruppe 14-49, dann musste man erstmals seit 2019 wieder einen einstelligen Marktanteil hinnehmen. Der lag mit 9,1 Prozent aber trotzdem noch klar über dem Senderschnitt des Ersten. Im direkten Vergleich verlor man bei den Jüngeren aber das Show-Duell mit Sat.1, wo am zweiten Abend "Guinness World Records - Die große Show der Weltrekorde" den Marktanteil des Vortages deutlich übertreffen konnte.
9,7 Prozent Marktanteil holte die Guinness-Show in Sat.1 in der klassischen Zielgruppe, das waren 1,2 Prozentpunkte mehr als am Abend zuvor. Während in dieser Altersgruppe auch die Reichweite leicht anzog, verlor die Sendung insgesamt allerdings Publikum. Die Gesamt-Reichweite fiel mit im Schnitt 0,83 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern nämlich um etwa 140.000 geringer aus als noch bei der ersten Folge. Bei den 14- bis 59-Jährigen holte die Live-Show einen Marktanteil von 7,5 Prozent, die "Maus-Show" kam hier auf 10,9 Prozent.
Doch egal ob man nun Gesamtpublikum oder eine der Zielgruppen betrachtet: Ganz vorne lag am Abend hier keine der Shows, sondern das ZDF, wo der neueste "Erzgebirgskrimi" 5,49 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte. 27,8 Prozent betrug der Marktanteil beim Gesamtpublikum, 10,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, 16,4 Prozent in der Altersgruppe 14-59. Insgesamt sahen damit übrigens erstaunlicherweise genauso viele zu wie Mitte Juli bei der Wiederholung eines alten "Erzgebirgskrimis". An die Reichwieten der letzten Erstausstrahlungen der Reihe kam die neueste Folge nicht ganz ran, die lagen deutlich über der 6-Millionen-Marke.
Und sonst? ProSieben kam mit dem Film "Blacklight" zunächst auf solide 7,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und legte danach mit "American Assassin" noch auf 9,8 Prozent zu. Damit war man beim jungen Publikum erheblich besser unterwegs als RTL, das mit Wiederholungen von Bühnenshows von Sascha Grammel und Ralf Schmitz bei den 14- bis 49-Jährigen nur 6,2 und 6,5 Prozent Marktanteil erzielte. Allerdings holte Sascha Grammel insgesamt 1,63 Millionen Menschen vor den Bildschirm - damit war RTL insgesamt trotzdem der weitaus stärkste Privatsender. Vox setzte mit "Gänsehaut & Glücksgefühle" auf eine abendfüllende Doku über Freizeitparks und erreicht damit bei den 14- bis 49-Jährigen ordentliche 6,8 Prozent Marktanteil. Insgesamt interessierten sich aber nur 0,44 Millionen Menschen für die Sendung.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;