Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Was braucht es, damit die Öffentlich-Rechtlichen ein jüngeres Publikum erreichen? Wie man am Dienstag mal wieder sehen konnte, reicht schon ein Info-Abend. Zwar konnte das ZDF mit der Doku "USA extrem: Ein Jahr Donald Trump", die im Schnitt 2,19 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreichte, in Sachen Gesamt-Reichweite nicht mir dem Serienabend der ARD mithalten, dafür erzielte sie bei den 14- bis 49-Jährigen mit einem Marktanteil von 9,4 Prozent einen Wert weit über dem ZDF-Normalniveau.

Im Anschluss steigerte das Magazin "Frontal" den Marktanteil beim jungen Publikum sogar weiter auf 11,7 Prozent. Mit im Schnitt 0,53 Millionen 14- bis 49-Jährigen lag man nur hauchdünn hinter "TV Total", das 0,54 Millionen 14- bis 49-Jährige eingeschaltet hatten. Die Gesamt-Reichweite von "Frontal" belief sich auf 2,27 Millionen. Das "heute-journal" erreichte danach einen Marktanteil von 11,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Hier zog nun auch die Gesamt-Reichweite deutlich auf 3,15 Millionen an.

Dass das ZDF nicht nur wie üblich klarer Tagesmarktführer beim Gesamtpublikum wurde, sondern eben auch bei den 14- bis 49-Jährigen, lag aber auch daran, dass das ZDF mit "Der Küchenschlacht" und "Bares für Rares" nicht nur das ältere Publikum anspricht, sondern auch bei den Jüngeren erstaunlich erfolgreich ist. "Bares für Rares" etwa kam mit 1,8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern auf 23,2 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum, bei den 14- bis 49-Jährigen war man mit 16,3 Prozent ebenfalls klarer Marktführer.

"Die Küchenschlacht" erzielte zuvor 19,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und 12,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Und selbst eine Wiederholung der "Rosenheim-Cops" bescherte dem ZDF neben herausragenden 24,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum auch noch einen zweistelligen Wert bei den 14- bis 49-Jährigen.

Da wird man es leicht verkraften, dass man die Primetime-Marktführung beim Gesamtpublikum wieder der ARD überlassen musste. Die Serie "Die Heiland" erreichte dort um 20:15 Uhr 4,22 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, was 17,7 Prozent Marktanteil entsprach. "In aller Freundschaft" kam im Anschluss mit einer Gesamt-Reichweite von 3,38 Millionen auf 14,8 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit Marktanteilen von 7,9 und 6,5 Prozent solide. "Fakt" erreichte danach insgesamt zwar deutlich weniger Menschen (1,86 Millionen) - bei den 14- bis 49-Jährigen blieb das Marktanteils-Niveau mit 7,4 Prozent hingegen konstant.

Am späteren Abend gelang zudem Maischberger" ein schöner Erfolg: 1,31 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen die Sendung, der Marktanteil lag bei 12,7 Prozent beim Gesamtpublikum und 12,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;