Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Nachdem "Ku’damm 77" bereits seit kurz nach Weihnachten online zum Abruf bereitsteht, erfolgte nun auch die lineare Ausstrahlung der ersten Folge. Diese wurde von 3,35 Millionen Menschen gesehen, der Marktanteil entsprach guten 14,3 Prozent. Dazu einige Hinweise: Es handelt sich dabei um die niedrigste Reichweite, die die "Ku’damm"-Reihe jemals erzielt hat, in der Vergangenheit sahen beim Start regelmäßig mehr als 5 Millionen Menschen zu. Gleichzeitig war "Ku’damm 77" jetzt das stärkste Primetime-Programm aller Sender. 

Das ZDF hat die Reihe am Montag nach rund vierjähriger Pause fortgesetzt. Insofern konnte man mit einer niedrigeren Reichweite rechnen: 2021 waren die Sehgewohnheiten noch andere - die Menschen haben auch aufgrund der Corona-Pandemie mehr lineares TV gesehen. Andererseits steht die neue Staffel nun schon vergleichsweise lang online zum Abruf bereit, auch das dürfte auf die lineare Reichweite gedrückt haben. 

Beim jungen Publikum zwischen 14 und 49 lief es am Montag für "Ku’damm 77" ziemlich enttäuschend, in dieser Altersklasse holte die Reihe nur 4,7 Prozent Marktanteil. Besser lief es hier für Das Erste, das mit der Doku "Trump & us" 13,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte. Insgesamt sahen sich 2,52 Millionen Menschen den Film an. Die am späteren Abend gezeigte Doku "Trump und die Tech-Giganten: Das Spiel um Macht" lag beim jungen Publikum immer noch bei einem zweistelligen Marktanteil, fiel insgesamt aber auf 9,3 Prozent zurück. Im ZDF sahen sich 2,76 Millionen Menschen die "Terra X History"-Doku zu "Ku’damm 77" an, damit waren insgesamt solide 12,9 Prozent drin. 

Und dann mischte am Montag auch RTL oben in den Quotencharts mit. Nach der erfolgreichen 3-Millionen-Woche stand beim Sender zum Start in die neue Woche eine reguläre Ausgabe von "Wer wird Millionär?" an. Günther Jauch unterhielt 3,16 Millionen Menschen, was schon insgesamt zu starken 15,2 Prozent Marktanteil führte. In der klassischen Zielgruppe (14-49) sowie in der erweiterten Zielgruppe (14-59) reichte es mit 15,4 und 14,5 Prozent zum Primetime-Sieg. 

Die höchsten Reichweiten erzielten die Sender am Montag allerdings am Vorabend: Die "Tagesschau" ist mit 5,52 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern nicht zu schlagen gewesen. Aber auch "Wer weiß denn sowas?" (3,76 Mio.), "Morden im Norden" (3,64 Mio.) sowie "SOKO Potsdam" (3,49 Mio.) erzielten jeweils höhere Reichweiten als die Primetime-Programme. Auch die "heute"-Nachrichten im ZDF kamen angesichts von 3,45 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer auf ein noch etwas größeres Publikum als "Ku’damm 77", "Wer wird Millionär?" und Trump-Doku. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;