Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Auch wenn der öffentliche Fokus derzeit ganz auf den Olympischen Winterspielen liegt, ist die neue Staffel von "Germany's next Topmodel" gestartet - erstmals an einem Mittwochabend. Die sportliche Konkurrenz, die jedoch nicht aus Olympia, sondern dem quotenstarken DFB-Pokal bestand, machte ProSieben allerdings das Leben merklich schwer. Mit 610.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren war die Klum-Show zwar der mit Abstand stärkste Fußball-Verfolger in der Zielgruppe, doch der Marktanteil fiel mit 12,9 Prozent niedriger aus als in der Vergangenheit.

Zum Vergleich: 2025 war "Germany's next Topmodel" noch mit über 16 Prozent gestartet, 2024 reichte es sogar zum Staffel-Auftakt für mehr als 23 Prozent. Und auch mit Blick auf die Gesamt-Reichweite musste die Show in diesem Jahr Federn lassen: Nur 1,07 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten diesmal linear bei der ersten Folge ein, das waren über eine halbe Million weniger als noch vor einem Jahr. Zudem klappte das Zusammenspiel mit "Dr. Rick & Dr. Nick" überhaupt nicht: Die Schönheits-Doku fiel anschließend zunächst auf 5,3 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, ehe ein weitere Folge nur noch 3,4 Prozent erzielte. Als ProSieben weit nach Mitternacht noch einmal das denkwürdige "HeidiFest" wiederholte, lag der ProSieben-Marktanteil sogar bei gerade mal 1,5 Prozent.

Durchweg schwer tat sich unterdessen Sat.1, wo sich "Das große Promibacken" mit Allzeit-Tiefstwerten zurückmeldete. Mit 1,03 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern bewegte sich die Show zwar insgesamt auf Augenhöhe mit "GNTM", doch in der Zielgruppe enttäuschte die Auftakt-Folge gegen die harte Konkurrenz mit schwachen 5,4 Prozent Marktanteil. Später am Abend ging außerdem noch der Neustart "Kuchen oder Chaos" mit desolaten 2,6 Prozent komplett unter.

Immerhin solide schlug sich RTL, das kurzerhand bekanntlich nicht auf Stefan Raab setzte, sondern auf die "Stern TV Reportage" über "30 Jahre Familie Ritter". Mit 1,34 Millionen Personen sowie 9,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen hielt sich der Sender also durchaus wacker - ganz im Gegensatz zu Vox, wo zwei Folgen von "CSI: Vegas" mit Marktanteilen von 4,0 und 3,0 Prozent enttäuschten. Ebenfalls schwach performte RTLzwei, das mit "Krass und crazy" nur 2,8 Prozent Marktanteil erzielte. Die auf den späten Abend geschobene "Couple Challenge" machte ihre Sache mit Werten von 2,1 und 2,4 Prozent nicht besser.

Recht zufrieden kann man derweil bei Kabel Eins sein, wo der Spielfilm "Wonder Woman 1984" mit einem Marktanteil von 4,3 Prozent in der Zielgruppe im grünen Bereich lag. Vor allem aber trumpfte "Aquaman" später am Abend auf: Starke 7,4 Prozent Marktanteil erzielte der Streifen - ein Wert, von dem ProSieben und Sat.1 zu diesem Zeitpunkt nur träumen konnten.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;