
Noch immer kann RTL seinen "Tödlichen Dienst-Tag" nicht ansatzweise über das ganze Jahr hinweg mit frischen Krimi-Stoffen bespielen, jetzt hat sich mit "Dünentod - Ein Nordsee-Krimi" aber immerhin die erfolgreichste der Reihen zurückgemeldet. Der Krimi mit Hendrik Duryn ("Der Lehrer") in der Hauptrolle hält nach wie vor den Reichweitenrekord unter den RTL-Krimis. Auch beim Comeback jetzt sah es wieder sehr gut aus - zumindest wenn man auf die Gesamtreichweite blickt.
3,07 Millionen Menschen sahen sich den neuesten Film der Reihe an. RTL war damit nicht nur reichweitenstärkster Privatsender in der Primetime, sondern verzeichnete auch mehr Zuschauerinnen und Zuschauer als das ZDF zur besten Sendezeit. Nur die Olympia-Übertragungen im Ersten erreichten noch mehr Reichweite. Mit 13,3 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum kann man in Köln sehr zufrieden sein.
Das Bild ändert sich aber schlagartig, wenn man auf das junge Publikum blickt: Mit 250.000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren verpasste "Dünentod" den Sprung in die Top 25 der meistgesehenen Sendungen des Tages in dieser Altersklasse. Der Marktanteil lag bei bescheidenen 6,0 Prozent. In der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen, auf die RTL inzwischen vornehmlich blickt, sah es mit 10,0 Prozent schon deutlich besser aus. "Extra" steigerte sich später bei den 14- bis 49-Jährigen noch leicht auf 7,0 Prozent, verzeichnete bei 14-59 aber einen Rückgang auf 8,4 Prozent - exakt eine Million Menschen sahen das Magazin.
Erfolgreichster Privatsender beim jungen Publikum und in der Primetime ist am Dienstag ProSieben gewesen, wobei man dort aufgrund der starken Olympia-Konkurrenz im Ersten kleinere Brötchen backen musste als üblich. "TV Total" erreichte nur 320.000 junge Zuschauerinnen und Zuschauer, das entsprach 7,4 Prozent Marktanteil. Insgesamt sahen 790.000 Menschen zu. Eine alte Ausgabe der "Quatsch Comedy Show" fiel beim jungen Publikum später auf schlechte 3,0 Prozent.
Recht zufrieden sein kann man bei Vox: "Hot oder Schrott" unterhielt zur besten Sendezeit durchschnittlich 800.000 Menschen, in der klassischen Zielgruppe wurden 7,1 Prozent gemessen. Und exakt diese 7,1 Prozent erzielte später noch eine weitere Ausgabe der Show. RTLzwei erreichte derweil mit einer neuen Ausgabe von "Hartz und herzlich" aus Hamburg-Mitte eine halbe Million Zuschauerinnen und Zuschauer, damit waren 3,5 Prozent Marktanteil drin.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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