Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Künstliche Intelligenz ist ohne Frage ein Thema unserer Zeit - und das in verschiedenen Bereichen. Das hat man auch beim ZDF erkannt. Ein Versuch, die verschiedenen Ebenen von KI und ihre Auswirkungen in einer Live-Sendung am Dienstagabend zu besprechen, ist nun aus Sicht der linearen TV-Quoten in die Hose gegangen. Nur 1,13 Millionen Menschen schalteten die von Christian Sievers im Rahmen von "Am Puls" moderierte Sendung ein, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 5,5 Prozent. Es war die niedrigste Reichweite, die das ZDF auf diesem Sendeplatz seit vielen Jahren eingefahren hat. 

Im weiteren Verlauf des Abends berappelten sich die Mainzer dann wieder: Das "heute journal" erreichte direkt im Anschluss 2,71 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 15,2 Prozent Marktanteil. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen stieg der Marktanteil von zuvor 4,4 auf 11,1 Prozent. "37 Grad" über Femizide und "Terra X Harald Lesch" lagen im weiteren Verlauf des Abends dann wieder bei einstelligen Marktanteilen. 

Beeindruckend ist jedoch die Stärke von Markus Lanz. Dessen gleichnamige Talkshow erreichte ab 23:15 Uhr durchschnittlich 1,16 Millionen Menschen - also mehr als der KI-Talk auf dem deutlich besseren Sendeplatz um 20:15 Uhr. 15,0 Prozent Marktanteil waren die Folge und auch bei den 14- bis 49-Jährigen holte die Gesprächssendung sehr gute 13,3 Prozent. Für das ZDF ist es am Dienstag also eine echte Achterbahnfahrt in Sachen Quoten gewesen. 

Von der akuten ZDF-Schwäche in der Primetime konnten die ARD-Serien jedoch nicht profitieren. "Die Notärztin" blieb erneut klar unter der 3-Millionen-Marke hängen und erreichte 2,81 Millionen Menschen. Und sogar "In aller Freundschaft" unterhielt nur 2,95 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, für diese Serie war es die niedrigste Reichweite der laufenden Staffel. Mit 13,4 und 14,7 Prozent Marktanteil kann man beim Sender aber weiterhin sehr zufrieden sein. "Die Notärztin" erreicht beim jungen Publikum (14-49) ebenfalls gute 10,3 Prozent, "In aller Freundschaft" erzielte danach nur noch 7,6 Prozent. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;