Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Nach den jüngsten Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin befindet sich die CDU in einer veritablen Krise und noch scheint auch noch nicht entschieden, ob Friedrich Merz nach den desaströsen Ergebnissen seiner Partei Kanzler bleiben kann. Insofern kommt die zweite Staffel der Doku "Inside CDU" zum richtigen Zeitpunkt, in vier halbstündigen Formaten zeichnet der Sender die aktuelle Lage der Partei nach. Eine kompakte Version dessen ist am Dienstagabend auch linear zu sehen gewesen, die Quoten lagen aber auf einem enttäuschenden Niveau. 

Nur 1,65 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten die Kurz-Version der Reihe ein, die man unter dem Titel "Machtbeben: CDU im Abstiegskampf" ins Programm nahm. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag damit bei 8,0 Prozent und somit klar unter den Normalwerten des Senders. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 8,0 Prozent gemessen, aber auch das ist kein sonderlich starkes Ergebnis. Am Ende hielt sich das ZDF nur knapp vor ZDFneo: Beim Spartensender unterhielt ein alter "Marie Brand"-Krimi 1,39 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. 

Im Hauptprogramm steigerte sich "Frontal" im Anschluss an die CDU-Doku noch leicht auf eine Gesamtreichweite in Höhe von 1,77 Millionen. Während auch das nur schwache 8,6 Prozent Marktanteil zur Folge hatte, sah es beim jungen Publikum angesichts von 11,2 Prozent wesentlich besser aus. Das "heute journal" steigerte sich später sogar noch auf 13,8 Prozent, insgesamt wurden mit 3,20 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern sogar 18,0 Prozent gemessen. Im weiteren Verlauf des Abends lagen auch "37 Grad", "Terra X Harald Lesch" und "Markus Lanz" sowohl insgesamt als auch beim jungen Publikum bei zweistelligen Marktanteilen, Lanz erzielte bei den 14- bis 49-Jährigen sogar 16,3 Prozent. 

Reichweitenstärkster Sender in der Primetime war unterdessen Das Erste: "Die Kanzlei" unterhielt zur besten Sendezeit 3,61 Millionen Menschen, "In aller Freundschaft" lag danach noch bei 3,50 Millionen. Mit 17,4 und 17,3 Prozent Marktanteil kann man sehr zufrieden sein. Und auch bei den Jüngeren stimmten die Quoten: Während "Die Kanzlei" zunächst bei 8,3 Prozent lag, holte die Sachsenklinik später richtig gute 11,1 Prozent. 

Später lag auch "Fakt" noch beim jungen Publikum bei 10,7 Prozent Marktanteil, das war der höchste Marktanteil in der Altersklasse 14-49 seit fünf Jahren. Und auch die "Tagesthemen" (15,1 Prozent) und "Maischberger" (13,4 Prozent) lagen im weiteren Verlauf des Abends noch bei zweistelligen Werten, mit denen man sehr zufrieden sein kann. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;