Bei ProSiebenSat.1 darf man sich über einen neuen Wochen-Bestwert für die Nettoreichweite der Programm-Marke "The Voice of Germany" freuen: In der Zeit zwischen dem 21. und 27. September kamen online rund 511.000 Personen mit "The Voice"-Inhalten auf Joyn in Kontakt - nicht eingerechnet sind hier YouTube, soziale Netzwerke und ähnliches. Zum ersten Mal seit Beginn der Programmmarken-Ausweisung 2024 konnte das Format die 500.000er-Marke damit überspringen. Es war damit auch die stärkste Joyn-Marke der Kalenderwoche 39, "Villa der Versuchung" landete mit einer Streaming-Nettoreichweite von 460.000 dahinter.
Im anbieterübergreifenden Ranking reichte das zwar nicht für einen der vorderen Plätze, aber immerhin knapp für eine Top 20-Platzierung - exakt gleichauf mit "Love Island VIP" von RTLzwei, das damit nicht ganz so stark aus den Starlöchern kommt wie im vergangenen Jahr. Damals legte das Format allerdings über die Staffel hinweg immer weiter zu, noch bleibt die Entwicklung also erstmal abzuwarten. Dominiert wird das Reality-Feld derzeit weiter vom "Sommerhaus der Stars", das wieder um 85.000 auf eine Nettoreichweite von 1,217 Millionen zulegen konnte. "Are You The One - Realitystars in Love" hält sich weiter stabil klar bei über 800.000, "Ex on the Beach" liegt bei einer Streaming-Nettoreichweite von etwas unter 600.000.
Ganz vorne ranigert diesmal allerdings ein Doppelpack der ARD. Mit 1,767 Millionen erreichten Personen liegt die "Sportschau" auf Platz 1 - hier dürfte sich vor allem auch das Länderspiel der deutschen Nationalelf gegen Griechenland bemerkbar machen. Nur ganz knapp dahinter überzeugte "Babylon Berlin" erneut mit ganz starken 1,75 Millionen im Streaming erreichten Personen, das war ein kleiner Rückgang um 143.000 im Vergleich zur Vorwoche. "Babylon Berlin" blieb damit das gefragteste Fiction-Angebot, knapp über der Millionen-Marke lagen zudem noch "Neagley" bei Prime Video und "GZSZ" bei RTL+.
VOD-Bestwerte außerhalb der Top 20 meldet RTL für "Oktagon MMA": Nicht nur die linearen Quoten fielen also deutlich höher aus als zuletzt, auch RTL+ profitierte von der gestiegenen Aufmerksamkeit. Die Streaming-Nettoreichweite stieg auf 0,462 Millionen. Einen Wochen-Bestwert erreichte auch "Berlin - Tag & Nacht" mit einer kumulierten Streaming-Nettorweichweite von 0,283 Millionen.
Nettoreichweitenstärkste Programmmarken im Streaming in KW 39
| Programmmarke | Anbieter | Nettoreichweite Streaming only |
| Sportschau | ARD | 1,767 |
| Babylon Berlin | ARD | 1,750 |
| ntv Nachrichten | RTL | 1,394 |
| ZDFheute | ZDF | 1,364 |
| Tagesschau | ARD | 1,364 |
| Das Sommerhaus der Stars - Kampf der Promi-Paare | RTL | 1,217 |
| Neagley | Amazon | 1,031 |
| Gute Zeiten, Schlechte Zeiten | RTL | 1,001 |
| Reacher | Amazon | 0,867 |
| Are You The One - Realitystars in Love | RTL | 0,839 |
| Tatort | ARD | 0,710 |
| heute-show | ZDF | 0,687 |
| Ex on the Beach | RTL | 0,583 |
| Sturm der Liebe | ARD | 0,551 |
| Markus Lanz | ZDF | 0,551 |
| ZDFinfo Doku | ZDF | 0,550 |
| Two and a half Men | Amazon | 0,525 |
| The Voice of Germany | Joyn | 0,511 |
| Love Island VIP | RTLzwei | 0,511 |
| Rote Rosen | ARD | 0,490 |
Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.16; 21.09.2026–27.09.2026; verschiedene Nutzungsfilter; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp Programmmarke; nutzungsbezogen; Paketnummer: 18444 vom 05.10.2026
Programmmarken? Was ist das?
Die 2024 eingeführte Ausweisung der AGF soll Auskunft darüber geben, wie viele Menschen mit Video-Inhalten einer "Programmmarke" in Kontakt gekommen sind - unabhängig ob im linearen TV, den Mediatheken oder Websites der Sender; unabhängig davon, ob es sich um eine ganze Folge oder einen kurzen Schnipsel handelte; unabhängig davon, wie lang die Nutzung war. Spannend ist insbesondere auch die Auswertung rein auf Streaming-Ebene, weil hier bislang kaum öffentliche Daten vorlagen. Wichtig allerdings: Es geht hier nur um die Reichweite auf eigenen Plattformen, YouTube oder Soziale Netzwerke werden nicht erfasst. Und: Es handelt sich stets um Nettoreichweiten, die nicht vergleichbar sind mit der durchschnittlichen Sehbeteiligung, wie man sie aus der TV-Quoten-Berichterstattung kennt. Details dazu haben wir in einem eigenen Artikel erläutert.
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