
Sat.1 kann mit den Quoten von "Promi Big Brother" auch weiterhin zufrieden sein. Es gibt aber durchaus unterschiedliche Sichtweisen auf die Zahlen, die die Show am Dienstagabend eingefahren hat. Während der Sender selbst jubelt, dass das Format "den gesamten Dienstagabend über deutlich zu[gelegt]" habe, sind die Reichweiten tatsächlich in allen relevanten Zuschauergruppen gesunken. Sat.1 bezieht sich vor allem auf den Marktanteil in der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen, der von 9,3 auf 9,7 Prozent gestiegen ist.
Gleichzeitig lag die Reichweite in dieser Altersklasse bei 660.000, das waren rund 50.000 weniger als am Tag davor. Insgesamt fiel der Reichweitenverlust noch etwas größer aus, hier ging es von 1,26 Millionen zum Staffelstart auf jetzt 1,11 Millionen hinab. Der Marktanteil in der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag am zweiten Tag bei 12,3 Prozent, das war über ein Prozentpunkt weniger als 24 Stunden zuvor. Keine Frage: Mit diesen Werten kann man beim Sender noch immer sehr zufrieden sein, einige Fans schalteten an Tag zwei aber nicht mehr ein.
Die gute Nachricht für Sat.1: Die "Promi BB"-Late-Night-Show kam am späten Abend insgesamt noch auf 650.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, das entsprach 12,6 in der klassischen und 9,4 Prozent Marktanteil in der erweiterten Zielgruppe. Und auch der Livestream lag später noch bei erfolgreichen 11,6 Prozent in der Altersklasse 14-49.
Die meisten jungen Zuschauerinnen und Zuschauer in der Primetime erreichte unterdessen mal wieder "TV Total". Die Sendung kam bei den 14- bis 49-Jährigen auf eine Reichweite in Höhe von 440.000, das entsprach 13,4 Prozent Marktanteil. Insgesamt sahen 920.000 Personen zu. Damit war Sebastian Pufpaff etwas schwächer als in den vergangenen zwei Wochen, als er mit "TV Total" spürbar aufdrehte.
Während man bei ProSieben mit diesen Quoten auch weiterhin sehr zufrieden sein kann, sieht das mit den Zahlen von "Experte für alles" anders aus. Das Format mit Klaas Heufer-Umlauf sackte im Anschluss an "TV Total" auf eine Gesamtreichweite in Höhe von 260.000 ab, in der klassischen Zielgruppe waren damit nur 5,5 Prozent drin. "Experte für alles" hatte an diesem Dienstag sicherlich mit der verstärkten Konkurrenz durch "Promi Big Brother" und "Wer wird Millionär?" zu kämpfen, das Grundproblem aber bleibt: Heufer-Umlauf kann zu wenig Publikum von Pufpaff halten.
Vox setzte zur besten Sendezeit auf eine neue Folge von "Die Welpen kommen" mit Martin Rütter. 790.000 Zuschauerinnen und Zuschauer waren dabei, das waren nochmal etwas weniger als in der Vorwoche, als das Format so wenig Reichweite hatte wie nie zuvor. Dieser Negativ-Rekord wurde nun schon wieder unterboten. Gleichzeitig stieg die Reichweite beim jungen Publikum leicht an, sodass der Marktanteil hier bei 6,0 Prozent lag. Bei Kabel Eins kam "Terminator 2" zur gleichen Zeit nur auf unwesentlich schlechtere 5,7 Prozent, den Film sahen 600.000 Menschen.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.16; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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