Foto: Sat.1Seit Donnerstag hat ProSiebenSat.1 nun die Übertragungsrechte an der Tour de France - und bislang muss man die "strategische Investition", wie ProSiebenSat.1-Chef de Posch sie bezeichnete - als absoluten Missgriff einordnen. Auch am Sonntag lagen die Quoten wieder jenseits von Gut und Böse.

So schauten zwischen 14:41 Uhr und 17:31 Uhr im Schnitt gerade mal 820.000 Zuschauer das Rennen bei Sat.1. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum belief sich somit auf miserable 4,8 Prozent. Kleiner Trost: Die absolute Zuschauerzahl lag am Sonntag höher als an den vergangenen Tagen - was allerdings auch der Tatsache geschuldet sein könnte, dass es eben ein Sonntag war. Ob der leichte Aufwärtstrend anhält, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen.


Besonders bitter für Sat.1: In der werberelevanten Zielgruppe sieht es stets noch ein bißchen schlechter aus als beim Gesamtpublikum. So reichten diesmal 350.000 14- bis 49-jährige Zuschauer nur für desaströse 4,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Bei Sat.1 muss man nun darauf hoffen, dass zum Tour-Finale Ende nächster Woche das Interesse der Deutschen noch einmal zunimmt - dass man mit der Tour allerdings bessere Werte einfahren wird als mit dem normalen Nachmittagsprogramm ist angesichts der miserablen Quoten bislang sehr unwahrscheinlich.