Foto: Warner Bros. TelevisionDurchgehend miserabel sah es für ProSieben am Mittwochabend aus, wo sich die beiden Serien "Cold Case" und "Emergency Room" nach dem Sommer wieder in eine Pause verabschiedeten, um in der kommenden Woche für "Grey's Anatomy" und "Samantha Who?" Platz zu machen. Allzu schwer dürfte ProSieben der Abschied angesichts der Quoten freilich nicht gefallen sein.

Denn "Cold Case" kam mit der vorerst letzten Folge nicht über einen Marktanteil von 8,6 Prozent in der werberelevanten Zielgruppe hinaus - viel zu wenig für ProSieben. Insgesamt hatten nur 1,34 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zugesehen. Richtig warm wird der Sender mit der einst von kabel eins übernommenen Serie somit weiterhin nicht. Gut lief es nur zwischenzeitlich im Juli, als ProSieben "Cold Case" in Doppelfolgen zeigte und zudem die Konkurrenz durch Vox dank "Men in Trees" schwächer war als gewohnt. Beides änderte sich im August wieder - und die alten Probleme kehrten unverändert zurück.

Probleme, die die Ärzteserie "Emergency Room" nie los wurde. Den Zenit hat "ER" offensichtlich schon seit sehr langer Zeit überschritten, der Serie dümpelte in den vergangenen Wochen die meiste Zeit im einstelligen Bereich vor sich hin. Daran änderte sich auch zum Abschied nichts: 9,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe waren es in dieser Woche. Insgesamt hatten 1,07 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zugesehen.

Während ProSieben diese beiden Problem-Serien nun aber erst einmal los ist, dürfte die vor vier Wochen gestartete schräge Anwaltsserie "Eli Stone" den Senderverantwortlichen einige Kopfschmerzen bereiten. Nach dem starken Start mit 14,2 Prozent Marktanteil Anfang August ging es rasant bergab. In dieser Woche erreichte "Eli Stone" mit nur noch 7,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe einen neuen Tiefpunkt. Gerade mal noch 1,06 Millionen Zuschauer ab drei Jahren blieben übrig. Es ist fraglich, wie lange ProSieben noch durchhalten wird, wenn sich das nicht schnell wieder bessert.