Eine für alle - Frauen könnens besser © ARD/Markus Benk
Das ist der Wahrheit

"Eine für alle": Selbst "Bruce" war erfolgreicher

 

Heute vor einem Monat schickte die ARD ihre Vorabend-Hoffnung "Eine für alle" erstmals auf Sendung. Zeit für eine Zwischenbilanz - und die fällt so verheerend aus, dass man sich bei der ARD eigentlich insgeheim den vielgescholtenen Bruce Darnell zurückwünschen müsste.

von Uwe Mantel
20.05.2009 - 10:25 Uhr

Das Erste Neues DesignEigentlich sollte "Eine für alle" dem ARD-Vorabend endlich wieder zu neuem Glanz verhelfen - doch nach einem Monat auf Sendung bleibt bislang nur zu konstatieren: Die Probleme sind größer denn je. Selbst vielgescholtene Formate wie die Stylingshow "Bruce" liefen einst deutlich besser.

Die Zuschauerzahl pendelt nun schon seit kurz nach dem Start um die Millionen-Marke. Am Dienstag wurde diese sogar einmal mehr deutlich unterschritten. Gerade mal 850.000 Zuschauer wollten noch wissen, wie es mit Schweißerin Lilli und Co. weitergeht, das war der zweitschwächste Wert seit dem Sendestart. Auch beim Marktanteil, der diesmal bei 4,7 Prozent lag, schrammte "Eine für alle" nur knapp an einem neuen Tiefstwert vorbei. Eingependelt haben sich die Werte in den letzten Wochen zwischen 4,6 und 5,8 Prozent beim Gesamtpublikum. Zum Vergleich: Der ARD-Senderschnitt liegt in diesem Jahr bislang bei 12,8 Prozent.

Foto: ARD/Marco GrobDas Ziel, jüngere Zuschauer anzusprechen - für die ARD am Vorabend schon deshalb von Bedeutung, weil um diese Zeit Werbung verkauft werden muss - wurde mit der Serie bislang ebenfalls komplett verfehlt. Am Dienstag lag der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen bei selbst für ARD-Verhältnisse katastrophalen 3,5 Prozent - und das war kein Ausreißer nach unten, sondern der Standard-Wert der letzten Tage. Die ARD will dennoch durchhalten - doch allzu viel Hoffnung kann man den Verantwortlichen momentan nicht machen, ein Aufwärtstrend ist nicht mal ansatzweise zu erkennen.

Vielleicht denkt da inzwischen mancher mit Wehmut an den ProSieben-Import Bruce Darnell zurück. Das damals mit viel Spott überschüttete Format hatte Anfang vergangenen Jahres immerhin noch regelmäßig Marktanteile von über 6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt, Die Zahl der 14- bis 49-jährigen Zuschauer lag mit knapp über 500.000 rund doppelt so hoch wie nun bei "Eine für alle". Auch beim Gesamtpublikum war "Bruce" damals deutlich erfolgreicher: Im Schnitt sahen damals rund 1,5 Millionen Zuschauer zu - ein Wert, den "Eine für alle" nur am ersten Tag erreichte.

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