Jörg Dahlmann © IMAGO / STAR-MEDIA
Jörg Dahlmann hat sich auf seinem Instagram-Kanal zu dem Rauswurf bei Sky und den Rassismus-Vorwürfen geäußert und letztere zurückgewiesen. Der Sender hatte sich vor wenigen Tagen vorzeitig von Dahlmann getrennt, nachdem der während eines Zweitliga-Spiels Japan als "Land der Sushis" bezeichnete. Dahlmanns Vertrag wäre ohnehin zum Saisonende ausgelaufen und nicht verlängert worden, Sky zog die Trennung nun vor. Die Bezeichnung "Land der Sushis" habe er als "Pseudonym für Japan" genutzt, so Dahlmann. "Ähnlich wie Land der Fjorde für Norwegen." Dass sich manch einer dem Diktat von Hatern beuge, mache ihn traurig. Mit Bedauern habe er die "Kündigung entgegengenommen", so der Kommentator, der sich enttäuscht von Sky zeigte und von einem Sieg "sozialer Hater über den freien Journalismus" spricht. Er fühle sich durch die Trennung in eine rassistische Ecke gedrängt. "Ich wehre mich aber mit Händen und Füßen gegen diese absurden Vorwürfe. Ich hasse Rassismus! Weltoffenheit und Diversität sind mir wichtige Anliegen. Die Trennung aus diesem Grund ist aus meiner Sicht nicht okay und nicht fair." Einige bekannte Personen sprangen Dahlmann zur Seite, darunter beispielsweise Barbara Schöneberger, Elton oder auch Marco Hagemann

DFL © DFL
Die Coronakrise hat auch ihre Spuren in der Bilanz der Deutschen Fußball Liga (DFL) hinterlassen, das wird aus dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Wirtschaftsreport der Liga ersichtlich. So ging der Umsatz der 18 Bundesliga-Klubs in der Saison 2019/20 auf 3,8 Milliarden Euro zurück, das entspricht einem Minus von 5,4 Prozent. Zusammen kamen 1. und 2. Liga auf einen Umsatz in Höhe von 4,5 Milliarden, auch das ist ein Minus im Vergleich zum Vorjahr. Besonders hoch waren die Verluste im Bereich Spielertrag, also der Bereich, in dem der Ticketverkauf gezählt wird. Hier mussten die Klubs der 1. Liga einen Rückgang in Höhe von rund 30 Prozent verkraften. Ein Plus gab es dagegen bei den Medienerlösen - trotz des Hickhacks um das Eurosport-Aus. So kam die Bundesliga hier auf 1,49 Milliarden Euro Umsatz, das war etwas mehr als vor einem Jahr. Auch die Werbeeinnahmen stiegen. 

Formel 1 © Red Bull Content Pool / Getty Images
Am zurückliegenden Wochenende fanden in Bahrain die Testfahrten vor der kommenden Formel 1-Saison statt. Diese beginnt am letzten März-Wochenende – mit einem Rennen ebenfalls in Bahrain. Ian Holmes, Director of Media Sales der Rennserie, ließ im Rahmen der Auftaktveranstaltung durchblicken, dass er die TV-Übertragungen auch optisch weiter entwickeln möchte. "Eines der Dinge, die wir uns speziell anschauen, ist UHD HDR", bestätigte Holmes. HDR ist eine Erweiterung von Ultra HD, bietet mehr Farbtiefe. Die High Dynamic Range bewährt sich speziell auch dann, wenn die Bilder voller schneller Bewegungen sind – etwa bei der Formel 1. "Wir werden dieses Jahr Tests durchführen, und das ist für uns, denke ich, potenziell die nächste Stufe eines Angebots", sagte Holmes. Bis Sommer soll eine entsprechende Infrastruktur implementiert sein. In Deutschland ist ab dieser Saison Sky der Hauptabnehmer der Formel 1-Rechte, zeigt 19 der 23 Rennen exklusiv – und verfügt über Möglichkeiten, in UHD HDR zu senden. Schon jetzt laufen jede Woche mehrere Fußballspiele aus heimischen Ligen in UHD HDR. Holmes sagte zudem gegenüber motorsport.com, dass man die Produktion der Olympischen Spiele sehr aufmerksam verfolgen werde. Man erwarte, dass US-Sender NBC diesbezüglich mit mehreren Innovationen aufwarten werde. In den USA laufen zudem erste Sportübertragungen, Nascar und NFL setzen bereits eine 8K-Technologie ein.

Sky © Sky
Apropos UHD HDR: Sky wird das Achtelfinal-Rückspiel der Bayern in der Champions League in dem ultrahochauflösenden Standard zeigen - aber nicht nur. Wie der Sender jetzt nämlich angekündigt hat, wird die Partie gegen Lazio Rom erstmals auch "im Look großer Hollywood-Blockbuster" übertragen. Möglich wird das durch den Einsatz der Filmkamera Arri Alexa Mini, das soll einen cineastischen Look ermöglichen. Das Bild der Kamera wird sowohl in die HD- als auch in die UHD HDR-Liveübertragung mit weiteren 27 klassischen Broadcast-Kameras eingebunden. 

Foto: Photocase/spacejunkie © Photocase/ spacejunkie
Die Sportbusinessagentur Sportfive und die DFL-Tochterfirma Bundesliga International haben ihre Zusammenarbeit im Bereich der Vermarktung des Supercups und der Relegation bis 2025 verlängert. Das Mandat umfasst auch weiterhin weltweite Marketingrechte für den alljährlichen Supercup zwischen dem Deutschen Meister und dem DFB-Pokalsieger sowie für sämtliche Relegationsspiele zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga sowie 2. Bundesliga und 3. Liga. Sportfive soll darüber hinaus auch seine Expertise im Bereich Virtual Advertising, das strategische Netzwerk, die Erfahrung im Rechtehaltermanagement und das "stete Feedback der Rechtehalter zur Optimierung der Vermarktungsmöglichkeiten für das LED-Bandensystem beim Supercup mit einbringen", heißt es in einer Pressemitteillung von Agentur und DFL-Tochter. Sportfive-Chef Hendrik Schiphorst bezeichnet Relegation und Supercup als "zwei der attraktivsten und reichweitenstärksten Formate, die es im deutschen Fußball gibt". 

Sport in Zahlen

Einschaltquoten © DWDL.de
Sky hat mit den Bundesliga-Spielen am Sonntag solide bis gute, aber keinesfalls überragende Quoten eingefahren. Das Match zwischen Leipzig und Frankfurt sahen sich 780.000 Menschen an, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 5,8 Prozent. Damit lag das Spiel etwas über den Werten, die Sky sonst mit den Sonntagspartien um 15:30 Uhr erzielt. Unterdurchschnittlich lief es ab 18 Uhr für das Spiel zwischen Stuttgart und Hoffenheim, das nur auf 500.000 Zuschauer und 2,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen kam. 

Sky Konferenz © Sky
Sehr gut lief es für Sky dagegen am Samstag. Die Konferenz verzeichnete 1,68 Millionen Zuschauer und damit etwas mehr als im Schnitt in der laufenden Saison. Geht das so weiter, wird es für die Sky-Konferenz das erfolgreichste Jahr aller Zeiten. Mit 9,5 bei allen und 17,6 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum kann man natürlich sehr zufrieden sein. Und auch das abendliche Topspiel verzeichnete deutlich mehr als eine Million Zuschauer. 1,27 Millionen Menschen sahen, wie sich Dortmund gegen die Hertha durchsetzte, das entsprach 9,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Auf die "Sportschau" hatte das Spiel aber keine Auswirkungen, denn auch Das Erste kam am Samstagvorabend auf hervorragende 19,0 bei allen und 16,6 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern. Insgesamt schalteten 4,91 Millionen Menschen ein. 

Eurosport 1 HD © Eurosport
Nicht sehr gefragt war am Sonntag die Übertragung der letzten Etappe von Paris-Nizza bei Eurosport. Nur 84.000 Menschen waren ab kurz nach 15 Uhr bei der rund zweistündigen Übertragung mit dabei, 13.000 davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 0,4 Prozent, bei den jüngeren Zuschauern waren es sogar nur 0,3 Prozent. 

Was noch zu sagen wäre…

Europa Conference League hätte ich irgendwie keinen Bock drauf. Ich weiß nicht mal, was das ist.
Max Kruse (faz.net)