Mit seinem Ärzteserien-Mittwoch wurde ProSieben in den vergangenen Wochen nicht glücklich. Schon "Grey's Anatomy" tat sich auf dem neuen Sendeplatz um 20:15 Uhr schwerer als zuletzt gewohnt, "Private Practice" bekam die Vorverlegung um eine Stunde auf 21:15 Uhr noch schlechter. Und "Emergency Room", das seinen Zenit längst überschritten hat, verlor in der letzten Staffel den Kampf gegen die 10-Prozent-Marke regelmäßig. In dieser Woche sah es nun aber endlich wieder einmal richtig gut aus.

Möglich machte es die Ausstrahlung einer Doppelfolge von "Grey's Anatomy". So kam schon Episode 1 um 20:15 Uhr auf einen guten Marktanteil von 13,7 Prozent, die zweite Folge des Abends - auf dem Sendeplatz, den die Serie bis zum vergangenen Herbst noch innehatte - lief mit 15,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe sogar noch deutlich besser. 1,67 Millionen 14- bis 49-Jährige sahen die zweite Folge des Abends, das waren so viele wie seit September vergangenen Jahres nicht mehr. Insgesamt hatten 2,07 Millionen Zuschauer ab 21:15 Uhr eingeschaltet, die Folge direkt davor erreichte im Schnitt 1,86 Millionen Zuschauer.

Durch die Doppelfolge rückte auch "Private Practice" einmalig zurück auf den alten Sendeplatz um 22:15 Uhr - und siehe da: Auch diese Serie, die zuletzt um 21:15 Uhr einige Probleme hatte und häufig weniger als 10 Prozent Marktanteil erreichen konnte, stieg erstmals seit März wieder über den Senderschnitt. Mit 12,8 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe dürfte man in Unterföhring angesichts der zuletzt schwachen Werte sehr zufrieden sein. Der Audience Flow zwischen "Grey's Anatomy" und "Private Practice" funktionierte aber dennoch eher suboptimal: Von den über zwei Millionen Zuschauern blieben ab 22:15 Uhr nur 1,26 Millionen übrig.