Mit Beginn der neuen Fußball-Bundesliga-Saison mussten sich die Fußball-Fans sonntags an eine neue Situation gewöhnen. Statt wie bislang beim DSF liegen die Free-TV-Rechte nun auch für die Sonntags-Spiele bei der ARD. Eine weitere "Sportschau"-Ausgabe am Sonntagabend gibt es aber nicht, stattdessen werden sie im Ersten nur innerhalb der etwas verlängerten "Tagesthemen" ab 23:10 Uhr genutzt.
Falls man bei der ARD darauf gehofft hatte, dass das womöglich auch die Zuschauerzahlen etwas pushen würde, hat man sich aber getäuscht. Am späten Sonntagabend verfolgten in dieser Woche gerade mal 1,18 Millionen Zuschauer die "Tagesthemen", das waren sogar deutlich weniger als in den letzten Wochen. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei nur 7,6 Prozent. Noch schlechter sah es bei den 14- bis 49-Jährigen aus, wo die "Tagesthemen" nicht über 4,3 Prozent Marktanteil hinaus kamen.
Dennoch sahen deutlich mehr Zuschauer die Zusammenfassungen der Sonntags-Spiele als in den letzten Saisons im DSF. Möglich machten es die Dritten Programme der ARD, die fast alle eine eigene Bundesliga-Sendung ab 21:45 Uhr ins Programm genommen haben. In ihren jeweiligen Sendegebieten erreichen WDR, NDR und RBB jeweils 6,9 Prozent Marktanteil, das Bayerische Fernsehen kam auf 5,8 Prozent, der Hessische Rundfunk in seinem Sendegebiet gar auf 9,7 Prozent.
Auf ganz Deutschland gerechnet fallen die Marktanteile der einzelnen Sendungen aber natürlich deutlich geringer aus. Die meisten Zuschauer hatte die Sendung "Bundesliga am Sonntag" im WDR. 630.000 Zuschauer sahen hier insgesamt zu, das entsprach 2,3 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. 510.000 Zuschauer verfolgten den "Sportclub" im NDR, "Sport im Dritten" bei SWR BW 420.000 Zuschauer, "heimspiel! Bundesliga" im Hessischen Fernsehen hatten 370.000 Zuschauer eingeschaltet, "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Fernsehen sahen 330.000 Zuschauer. Dazu kamen noch 170.000 Zuschauer beim "Sportplatz" des RBB, 90.000 Zuschauer bei "Flutlicht" (SWR RP) und 20.000 Zuschauer bei der "Sport-Arena" (SWR SR). Zählt man all das zusammen sahen also über zweieinhalb Millionen Zuschauer die Bundesliga in einem der Dritten Programme.
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