Windstärke 9 - Höllenritt der HochseefischerUngewöhnliches Vorgehen am Dienstagabend beim ZDF. Weil im Anschluss an die "heute"-Sendung am Vorabend kurzfristig die Sondersendung "Was nun, Herr Westerwelle" ins Programm nahm, wurden nicht etwa - wie häufig in der Vergangenheit - beim relativ einfach zu verkürzenden Magazin "Frontal 21" die Zeit wieder reingeholt, sondern bei der Doku um 20:15 Uhr, die kurzfristig neu geschnitten und um 20 Minuten verkürzt wurde. Die herausgeschnittenen Teile gibt es nur in der ZDF-Mediathek zu sehen sowie am Mittwochabend bei ZDFinfo.

Die Entscheidung einfacher gemacht hat da wohl die Tatsache, dass die dreiteilige Reihe "Windstärke 9 - Höllenritt der Hochseefischer" in der vergangenen Woche schon einen sehr schwachen Start hingelegt hatte. Damals schalteten nur 2,31 Millionen Zuschauer ein, der Marktanteil lag bei gerade mal 7,2 Prozent. In dieser Woche stürzten die Quoten nun richtig ab: Gerade mal noch 1,75 Millionen Zuschauer sahen zu, der Marktanteil sackte auf 5,5 Prozent beim Gesamtpublikum ab. Die ungewöhnliche Anfangszeit um 20:35 Uhr dürfte dem Format wohl den Rest gegeben haben. Bei den 14- bis 49-Jährigen reichte es sogar nur für 3,7 Prozent Marktanteil.

Auch "Frontal 21" tat sich im Anschluss wieder äußerst schwer. Mehr als 7,3 Prozent Marktanteil waren mit den 2,31 Millionen Zuschauern nicht drin. Trostpflaster fürs ZDF: Auf die Satire-Show "Neues aus der Anstalt" ist noch immer Verlass. Mit 3,04 Millionen Zuschauern erzielte sie ab 22:15 Uhr sogar eine deutlich höhere Reichweite als die Primetime-Sendungen des ZDF. Der Marktanteil stieg auf 14,4 Prozent. Davon profitierte im Anschluss auch Markus Lanz, der mit seinem Talk noch 1,55 Millionen Zuschauer unterhielt und ordentliche 13,4 Prozent Marktanteil erreichte.