40 Jahre nach dem Attentat bei den Olympischen Spielen in München zeigte das ZDF am Montagabend einen Spielfilm über die damaligen Ereignisse. Als Abräumer wie andere Verfilmungen historischer Ereignisse entpuppte sich das TV-Drama zwar nicht - und doch verzeichnete das Zweite einen vergleichsweise hohen Anteil junger Zuschauer. Von den 4,22 Millionen Zuschauern, die "München 72 - Das Attentat" sahen, waren 1,37 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt. Das entsprach einem sehr guten Marktanteil von 10,5 Prozent in dieser Gruppe.

Insgesamt musste sich der Spielfilm nur den RTL-Formaten geschlagen geben - dort allerdings recht deutlich. "Wer wird Millionär?" verzeichnete zu Beginn des Abends im Schnitt 6,30 Millionen zuschauer, "Undercover Boss" kam danach auf 5,83 Millionen. In der Zielgruppe gab es für die Dokusoap zudem nicht nur den Tagessieg, sondern zugleich auch einen neuen Staffel-Bestwert: 2,86 Millionen 14- bis 49-Jährige ließen den Marktanteil auf hervorragende 22,7 Prozent Marktanteil ansteigen. Zum Vergleich: "Danni Lowinski" kam als größte Verfolgerin zu diesem Zeitpunkt auf 13,2 Prozent.

Doch zurück zum ZDF, wo direkt im Anschluss an "München 72" eine passende Dokumentation zu sehen war, die noch dazu fast alle Zuschauer halten konnte. 3,93 Millionen Zuschauer blieben um 21:45 Uhr dran, bei den 14- bis 49-Jährigen kam die journalistische Aufarbeitung des Anschlags bei den Olympischen Spielen mit 1,36 Millionen Zuschauern auf sehr gute 11,7 Prozent Marktanteil.