Reality Queens auf Safari © ProSieben/Guido Ohlenbostel
ProSieben-Safari gescheitert

Ende mit Schrecken: Tiefstwert für "Reality Queens"

 

Nachdem RTL seinen "Wild Girls"-Flop bereits zu den Akten gelegt hat, zog ProSieben mit seinen "Reality Queens" auf Safari nun nach. Zum Schluss brachen die Quoten sogar noch ein. "Breaking In" erwischte nachts einen völligen Fehlstart.

von Alexander Krei
06.09.2013 - 09:19 Uhr

Bei ProSieben kann man froh sein, die Safari seiner "Reality Queens" vorzeitig beendet zu haben. Zwei Wochen früher als ursprünglich geplant ging das Format am Donnerstag zu Ende - mit noch schlechteren Quoten als zuletzt. Gerade mal 590.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren konnten sich für die verlängerte Final-Folge erwärmen und bescherten ProSieben damit einen katastrophalen Marktanteil von nur 6,3 Prozent in der Zielgruppe. Das waren noch einmal fast zwei Prozentpunkte weniger als bei den ohnehin schon schwachen ersten beiden Folgen. Insgesamt erreichten die "Reality Queens auf Safari" zum Schluss nur 870.000 Zuschauer sowie 3,5 Prozent Marktanteil. Die letzte Folge hätte sich ProSieben wohl besser ganz gespart.

Der Sender bildete damit am Donnerstag jedenfalls das Schlusslicht unter den großen Privatsendern. So erreichte etwa der Schwestersender kabel eins mit dem Spielfilm "Year One - Aller Anfang ist schwer" im Schnitt 1,13 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 7,7 Prozent in der Zielgruppe, "Bruce Allmächtig" steigerte sich danach sogar auf sehr gute 9,3 Prozent. Vox erzielte mit "Der Teufel trägt Prada" zunächst sogar starke 11,0 Prozent Marktanteil bei insgesamt 1,91 Millionen Zuschauern. Und auch "Die Kochprofis" und "Frauentausch" waren bei RTL II mit Marktanteilen von 8,3 und 9,6 Prozent in der Zielgruppe deutlich erfolgreicher unterwegs als ProSieben.

Für den Sender wurde es im weiteren Verlauf des Abends noch dazu auch nicht besser. "red!" hielt im Anschluss gerade mal noch 660.000 Zuschauer vor dem Fernseher und erzielte mit nur 6,6 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen den schlechtesten Marktanteil seit Juni vergangenen Jahres - als das Magazin gegen die Fußball-EM antreten musste. Stefan Raab konnte das Blatt am späten Abend auch nicht mehr wenden und holte mit "TV total" nur noch schwache 7,4 Prozent Marktanteil. Die neue Sitcom "Breaking In" versagte dadurch ab 00:30 Uhr völlig und kam zum Start mit zwei Doppelfolgen sogar nicht über miese Werte von 4,8 und 3,9 Prozent in der Zielgruppe hinaus. Nur 120.000 Zuschauer waren zu nachtschlafender Zeit insgesamt dabei.

Dass die Sitcom-Wiederholungen am Nachmittag erneut mit Marktanteilen von bis zu 18,4 Prozent in der Zielgruppe verlässliche Quotengaranten war, half ProSieben angesichts des desolaten Auftretens in der Primetime im Übrig nicht. Und so betrug der Tagesmarktanteil des Senders am Donnerstag lediglich 9,2 Prozent beim jungen Publikum. Blickt man aufs Gesamtpublikum, dann erreichte von den großen acht Sendern nur kabel eins einen niedrigeren Marktanteil als ProSieben.

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