Report München © BR
Das große Quoten-Ranking der Politmagazine

"Report München" holt sich die Führung zurück

 

Die meistgesehenen Politmagazine waren auch in diesem Jahr wieder dienstags im Ersten zu sehen. "Report München" eroberte dabei die Spitze zurück. Für "Frontal 21" lief es im ZDF dagegen erneut enttäuschend. Auch "Spiegel TV" verlor...

von Alexander Krei
19.12.2014 - 13:45 Uhr

"Report München" hat im Rennen um den Titel des meistgesehenen Politmagazins im deutschen Fernsehen die Führung zurückerobert - obwohl die Sendung gegenüber dem Vorjahr 30.000 Zuschauer einbüßte, reichte es für den Spitzenplatz. Unterm Strich erreichte das BR-Magazin im Ersten durchschnittlich 3,45 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 12,4 Prozent. Der Vorjahres-Sieger "Report Mainz" erzielte denselben Marktanteil, kam allerdings auf eine etwas niedrigere Reichweite von 3,37 Millionen Zuschauern. Gegenüber dem Vorjahr kamen der Sendung damit allerdings fast 250.000 Zuschauer abhanden.

Noch härter traf es das ebenfalls dienstags ausgestrahlte MDR-Magazin "Fakt", das sogar knapp 300.000 Zuschauer verlor, mit 3,15 Millionen Zuschauern aber dennoch seinen dritten Platz behaupten konnte. Der Marktanteil sank hier jedoch binnen Jahresfrist um einen Prozentpunkt auf 11,6 Prozent. Alle drei Magazine profitierten aber auch diesmal wieder von ihrem Sendeplatz: Im Anschluss an die quotenstarken Serien haben sie leichteres Spiel als die Politmagazine, die sich donnerstags im Ersten abwechseln. Dort schlug sich indes "Kontraste" am besten: Mit 2,87 Millionen Zuschauern verbesserte sich das vom RBB beigesteuerte Magazin somit also vom sechsten auf den vierten Rang. Im Vergleich zu 2013 gewann "Kontraste" 140.000 Zuschauer hinzu.

Die Sendung war in der Endabrechnung auch erfolgreicher als "Panorama", das im vorigen Jahr noch das beliebteste der Donnerstags-Magazine gewesen ist, diesmal hingegen als Schlusslicht unter den Politmagazinen im Ersten hervorging. Mit 2,66 Millionen Zuschauern kam "Panorama" 2014 nicht über einen Marktanteil von 9,9 Prozent hinaus. Damit lag die Sendung noch knapp hinter "Monitor", das von 2,67 Millionen Zuschauern gesehen wurde. Beide Sendungen verloren damit rund 200.000 Zuschauer gegenüber dem Jahr der Bundestagswahl. Dabei gilt allerdings zu beachten, dass sowohl "Monitor" als auch "Panorama" in besonderem Maße unter der Fußball-Weltmeisterschaft litten, gegen die beide Magazine im Sommer - im Gegensatz zu "Kontraste" - antreten mussten. Das verfälschte die Durchschnittswerte somit also zumindest zu einem gewissen Teil.

 Sendung Sender
Reichweite
(gesamt)
Marktanteil
(gesamt)
Report München (Di)
ARD
3,45 Mio.
12,4 %
Report Mainz (Di)
ARD
3,37 Mio.
12,4 %
Fakt (Di)
ARD
3,15 Mio.
11,6 %
Kontraste (Do)
ARD
2,87 Mio.
10,7 %
Monitor (Do)
ARD
2,67 Mio.
10,1 %
Panorama (Do)
ARD
2,66 Mio.
9,9 %
Frontal 21 (Di)
ZDF
2,53 Mio.
8,2 %
Spiegel TV (So)*
RTL
1,57 Mio.
7,4 %

Quelle: DWDL.de-Recherche

Die Schwäche von "Frontal 21" hält unterdessen weiter an - in diesem Fall hat das allerdings nichts mit der Fußball-WM zu tun. Der einstige Quoten-Primus kämpfte 2014 erneut mit enttäuschenden Zuschauerzahlen und kam mit nur 2,53 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 8,2 Prozent auf die bislang schwächsten Zahlen seit Sendestart. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einem leichten Rückgang von 60.000 Zuschauern. Die ZDF-Sendung, die über Jahre hinweg unangefochtener Marktführer im Bereich der politischen Magazine gewesen ist, leidet nicht zuletzt auch unter dem weiterhin meist schwachen Vorlauf durch die Doku-Reihe "ZDFzeit".

Weniger Zuschauer als "Frontal 21" erreichte auch 2014 nur "Spiegel TV" bei RTL, das am späten Sonntagabend mit durchschnittlich 1,57 Millionen Zuschauern auf einen Marktanteil von 7,4 Prozent kam. Das entsprach einem Minus von 200.000 Zuschauern gegenüber 2013. Daran werden auch die beiden noch ausstehenden Ausgaben nicht mehr viel ändern können. Immerhin: Sowohl bei den 14- bis 49-Jährigen als auch bei den 14- bis 59-Jährigen lag das RTL-Magazin mit Marktanteilen von 10,7 und 9,5 Prozent klar vor den öffentlich-rechtlichen Formaten, die allesamt deutlich einstellige Werte verzeichneten. Aber auch beim jungen Publikum musste "Spiegel TV" Einbußen hinnehmen: Im Jahr zuvor hatte der Marktanteil in der klassischen Zielgruppe noch mehr als zwölf Prozent betragen.

* zwei Ausgaben stehen noch aus

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