Das Supertalent - 10. Staffel © RTL / Stefan Gregorowius
Die Großen schaden sich selbst

"Supertalent" mit Tiefstwert, Kerner äußerst schwach

 

Ob es so klug war, gleich vier Shows gegeneinander antreten zu lassen? Das "Supertalent" stellte einen Tiefstwert auf, "Der Quiz-Champion" schrammte haarscharf dran vorbei. "Schlag den Star" schlug sich dagegen dank der Überlänge fast schon normal.

von Marcel Pohlig
11.12.2016 - 09:06 Uhr

Wer Unterhaltungsshows mag, der hatte es am Samstagabend schwer: Gleich vier der großen Sender versuchten ihr Glück in der Unterhaltung und zwangen den Zuschauer im Zweifel dazu, sich zwischen mehreren Lieblingen zu entscheiden. Das zeigt sich auch in den Quoten: Jede der vier Shows bewegte sich teils deutlich unterhalb der gewohnten Werte. Besonders hart hat es dabei Johannes B. Kerner getroffen: Nachdem sein "Quiz-Champion" letzten Monat noch an der Marke von fünf Millionen Zuschauern kratzte, schalteten diesmal im Schnitt nur 3,27 Millionen Zuschauer ein. Der Marktanteil sank entsprechend deutlich auf 11,7 Prozent. Das ZDF schrammte dabei nur haarscharf an einem neuen Tief vorbei: Nur eine im August 2012 donnerstags gesendete Ausgabe lief mit 3,24 Millionen noch schlechter.

Kerner verlor dabei insbesondere jüngere Zuschauer. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schalteten im Schnitt nur 520.000 Zuschauer ein, womit "Der Quiz-Champion" gerade einmal 5,2 Prozent einfuhr. Stabiler war hier Eckart von Hirschhausen unterwegs. "Frag doch mal die Maus" verfehlte in der jungen Zielgruppe zum Jubiläum zwar die Millionenmarke, konnte dennoch aber 10,4 Prozent der Zuschauer für sich gewinnen. 950.000 schalteten in der jungen Zielgruppe ein. Insgesamt waren es 3,57 Millionen Zuschauer, nachdem die vergangenen beiden Ausgaben die Marke von vier Millionen Zuschauern noch deutlich übersprangen.

Doch nicht nur Das Erste und das ZDF setzten am Samstagabend wie eingangs erwähnt auf Shows, auch RTL und ProSieben unterhielten die Zuschauer von der Showbühne aus. Zufrieden sein dürfen beide, doch auch hier machte sich die erhöhte Showkonkurrenz bemerkbar. "Das Supertalent" etwa erzielte mit 3,74 Millionen Zuschauern zum Abschluss der Castingphase ein neues Staffeltief. Besonders deutlich machte sich dies in der Zielgruppe bemerkbar: Zum ersten Mal überhaupt im aktuellen Durchlauf verfehlten Dieter Bohlen und Co. hier die Marke von zwei Millionen Zuschauern und dies letztlich sehr deutlich: Im Schnitt sahen 1,77 Millionen Zuschauer zu. RTL erreichte damit noch immer tolle 19,2 Prozent, aber auch hier gibt es einen Schönheitsmakel. Alle anderen Ausgaben dieser Staffel lagen bislang nämlich, teils deutlich, über der 20-Prozent-Marke. Mario Barth unterhielt anschließend noch insgesamt 2,05 Millionen Zuschauer, während in der Zielgruppe 1,07 Millionen dran blieben (14,2 Prozent).

Zuschauer-Trend: Das Supertalent
Das Supertalent

"Schlag den Star" bewegte sich am Samstag fast schon auf einem normalen Niveau. Im Schnitt verfolgten insgesamt 1,60 Millionen Zuschauer das Duell zwischen Thorsten Legat und Detlef D! Soost. In der Zielgruppe erreichte die XXL-Show im Schnitt 1,10 Millionen Zuschauer und damit mehr als bei den Sommer-Ausgaben, welche die Millionenmarke verfehlten. ProSieben erreichte mit "Schlag den Star" diesmal im Schnitt gute 15,3 Prozent. Die Zuschauer erwiesen sich dabei auch in der Nacht noch treu, als eine Sendestörung für einen knapp fünfminütigen Ausfall sorgte, und schalteten nicht etwa ab. Im Schnitt blieben 480.000 Zuschauer auch während der Störtafel noch dran.

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