Durch die Niederlage gegen Jahn Regensburg im Rückspiel der Relegation ist der TSV 1860 München am Dienstag in die dritte Liga abgestiegen. Die Partie, die von Fan-Randalen überschattet wurde und dadurch sogar für eine Verschiebung der "Tagesschau" sorgte, stieß beim Publikum auf reges Interesse: Nachdem das Hinspiel am Freitag bereits fast zweieinhalb Millionen Zuschauer verzeichnete, waren diesmal ab 17:55 Uhr im Schnitt sogar 3,76 Millionen Fußbalfans im Ersten dabei.

Der Marktanteil lag damit bei starken 18,6 Prozent, sodass den Sender am Vorabend sogar zum Marktführer aufstieg. Mehr Zuschauer als die Relegation lockten am Dienstag neben der "Tagesschau" nur die beiden Primetime-Serien im Ersten an. So verzeichnete "Um Himmels Willen" mit 5,83 Millionen Zuschauern und einem stolzen Marktanteil von 20,1 Prozent neue Staffel-Bestwerte, ehe "In aller Freundschaft" im weiteren Verlauf des Abends noch 5,47 Millionen Zuschauer bei der Stange hielt.

Ein Erfolg war das Fußballspiel unterdessen auch beim jungen Publikum, wo sich Das Erste über 900.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren freuen kann, die einem starken Marktanteil von 15,9 Prozent entsprachen. "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" zeigte sich von der ungewohnten Konkurrenz übrigens unbeeindruckt und fuhr bei RTL im Vorabendprogramm mit 1,60 Millionen jungen Zuschauern sowie stolzen 21,2 Prozent Marktanteil den völlig ungefährdeten Tagessieg ein.

Aber auch das ZDF präsentierte sich in Konkurrenz zum Fußball in guter Verfassung. Trotz Wiederholung lockte die "SOKO Köln" dort im Schnitt 2,94 Millionen Zuschauer an, die "Rosenheim-Cops" unterhielten später 3,58 Millionen Zuschauer - hinzu kommt, dass die Serie auch am Nachmittag richtig gut ankommt. 1,97 Millionen Zuschauer sowie ein Marktanteil von 19,5 Prozent wurden um 16:15 Uhr erreicht. Zuvor hatte "Bares für Rares" sogar fast zweieinhalb Millionen Zuschauer unterhalten.