Steffen Henssler © ProSieben / Philipp Rathmer
Starke Konkurrenz durch ARD und ZDF

"Schlag den Henssler" verliert zur zweiten Ausgabe deutlich

 

Die zweite Ausgabe von "Schlag den Henssler" fiel vergleichsweise kurz aus – auch das schadete den Werten, der Marktanteil fiel deutlich niedriger als bei der Premiere aus. Toll lief es für Das Erste und das ZDF, die es auch dem "Supertalent" schwer machten.

von Marcel Pohlig
05.11.2017 - 08:48 Uhr

Es ist kein Geheimnis, dass ProSieben mit seinen "Schlag den ...?"-Formaten insbesondere in den späten Stunden den Marktanteil in die Höhe treibt. Ungünstig ist es dann, wenn die Sendung vergleichsweise früh vorbei ist, so wie bei der zweiten Ausgabe von "Schlag den Henssler" an diesem Samstag. Bereits nach etwas über vier Stunden war Schluss. Der Marktanteil brach im Vergleich zur Premiere im September um über fünf Prozentpunkte auf nur noch 10,7 Prozent ein.

850.000 Zuschauer sahen das Duell in der Zielgruppe, während bei der ersten Ausgabe noch die Millionenmarke geknackt wurde. So wenige Zuschauer hatte ProSieben mit "Schlag den Star" in der Live-Phase nicht. Auch insgesamt musste "Schlag den Henssler" im Vergleich zur Premiere Verluste hinnehmen und unterhielt nun nur noch 1,41 Millionen Zuschauer und damit rund 300.000 weniger als zuletzt. Der Marktanteil sank dadurch von 8,5 auf nur 5,7 Prozent.

Allerdings war die Konkurrenz an diesem Samstag auch wieder besonders stark. "Klein gegen Groß" unterhielt im ersten im Schnitt 5,14 Millionen Zuschauer und erzielte damit tolle 18,2 Prozent. Auch in der Zielgruppe war die XXL-Show mit Kai Pflaume gefragt: 880.000 Zuschauer waren zwischen 14 und 49 Jahren alt und bescherten dem Ersten damit einen überdurchschnittlichen Marktanteil von genau zehn Prozent. Das ZDF lockte mit dem Samstagskrimi "Stralsund" zum Start in den Abend gar 7,01 Millionen Zuschauer zu sich, womit fabelhafte 22,9 Prozent erreicht wurden. Auch hier schalteten viele Junge ein, nämlich 960.000 Zuschauer. Das Entspricht 10,6 Prozent. "Der Kriminalist" unterhielt anschließend noch 4,44 Millionen Zuschauer, was 15,8 Prozent entspricht.

Die Stärke der Öffentlich-Rechtlichen bekamen nicht nur ProSieben und Steffen Henssler zu spüren, sondern auch RTL. Dort verlor "Das Supertalent" im Vergleich zur vergangenen Woche eine halbe Million Zuschauer und fiel auf ein neues Staffeltief von nur 3,62 Millionen Zuschauern. In der Zielgruppe schalteten diesmal 1,59 Millionen Zuschauer, womit der Tiefstwert aus dem Dezember 2014 wiederholt wurde. im Vergleich zur Vorwoche verlor RTL um mehr als zwei Prozentpunkte; übrig blieben dennoch gute 17,6 Prozent. Mario Barth kehrte danach auch etwas schwächer als sonst im Herbst zurück. 870.000 Zuschauer blieben in der Zielgruppe für "Willkommen bei Mario Barth" dran, was 12,8 Prozent entspricht. Insgesamt sahen 1,95 Millionen Zuschauer seine Personality-Show.

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