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Die Panne dauert an

GfK kann frühestens am Freitag wieder TV-Quoten liefern

 

Die quotenlose Zeit geht weiter: Wie die AGF am Montagabend erklärt, habe die GfK zwar bei der Behebung der technischen Probleme Fortschritte gemacht - sie aber offenbar nicht vollständig gelöst. Frühestens am Freitag ist wieder mit der Ausweisung zu rechnen

von Uwe Mantel
15.01.2018 - 18:46 Uhr

Schon seit Freitag vergangener Woche bleibt die von der AGF mit der Quotenmessung beauftragte GfK die Lieferung aktueller TV-Quoten schuldig. Seither können keine Daten zwischen den Messgeräten TC Score in den Mess-Haushalten und dem Marktforschungsinstitut übertragen werden. Als sich im Lauf des Freitags abzeichnete, dass sich die Probleme nicht so leicht beheben lassen, setzte die AGF die Ausweisung bis zum heutigen Montag aus.

Doch dabei wird es nicht bleiben: Nachdem man sich den Tag über noch vorsichtig optimistisch gezeigt hatte, musste die AGF am Abend nun einräumen, dass auch in den kommenden Tagen nicht mit der Ausweisung von TV-Reichweiten zu rechnen ist. Bis einschließlich Donnerstag bleibe die Datenlieferung ausgesetzt, erst am Freitagmorgen sollen wieder TV-Quoten veröffentlicht werden - wenn die GfK die Probleme dann endlich im Griff hat.

Der neue Termin steht unter dem Vorbehalt, dass die Maßnahmen zur Problemlösung und Qualitätssicherung "weiterhin zügig voranschreiten". AGF-Geschäftsführer Willibald Müller übt sich in Optimismus: "Die ergriffenen Maßnahmen zeigen Wirkung und die GfK erzielt Fortschritte bei der Reaktivierung der Messhaushalte." Auch gehe er weiterhin davon aus, dass generell keine Daten verloren gehen, sondern nachträglich an die GfK übertragen werden können, sodass die Reichweiten noch nachgeliefert werden können. Wann diese Daten zur Verfügung stehen, wolle man im Lauf dieser Woche bekanntgeben.

Schon jetzt steht allerdings fest, dass es sich um den größte Ausfall der Quotenmessung seit den 90er Jahren handelt. Selbst wenn die Lieferung ab Freitag wieder klappt, hätte die Auszeit eine ganze Woche angedauert. Damit stochern nicht nur TV-Sender und Produzenten derzeit im Dunkeln, was den Erfolg ihrer Produktionen angeht, auch Werbekunden und Agenturen können derzeit nur mutmaßen, wie viele Zuschauer ihre gebuchten Spots erreichen.

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