In den vergangenen Wochen hat ProSieben nicht nur mit neuen Shows am Samstagabend Probleme gehabt, auch bestehende Formate mit Joko und Klaas taten sich deutlich schwerer als in der Vergangenheit. Von daher war das überarbeitete "Duell um die Welt" in dieser Woche mit Spannung erwartet worden - und in Unterföhring kann man aufatmen. Offenbar schalten die Zuschauer auch ein, wenn Joko und Klaas Promis um die Welt schicken und sich nur im Studio bekämpfen.


1,21 Millionen junge Zuschauer wollten eine neue Folge "Das Duell um die Welt" sehen, das entsprach einem Marktanteil in Höhe von 14,6 Prozent. Damit lag die Ausgabe auf einem  Niveau mit der letzten Live-Ausgabe im November 2017. Insgesamt schalteten 1,54 Millionen Zuschauer ein. Das ist zwar die bislang niedrigste Reichweite der TV-Show, damit wird man in Unterföhring aber mit Sicherheit gut leben können.

"Das Duell um die Welt" lag am Samstag hauchdünn vor der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz: "Wer weiß denn sowas? XXL" erreichte 1,18 Millionen junge Zuschauer und 13,5 Prozent. Insgesamt sahen die Kraftverhältnisse aber schon ganz anders aus: Hier kam Das Erste mit seiner Show auf 4,85 Millionen Zuschauer - kein anderes Format ab 20:15 Uhr hatte eine höhere Reichweite. Der Gesamt-Marktanteil lag bei 17,5 Prozent. Am Vorabend funktionierte zudem die "Sportschau" mit etwas mehr als fünf Millionen Zuschauern hervorragend, mit 21,6 bei allen und 16,1 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern lag die Sendung weit über den Normalwerten des Senders.

"Wer weiß denn sowas? XXL" lag insgesamt auch vor dem "Supertalent" von RTL, das dennoch fast vier Millionen Zuschauer erreichte und damit auf 13,7 Prozent Marktanteil kam. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen gab es ohnehin kein Vorbeikommen an der Castingshow, 1,75 Millionen Menschen in diesem Alter schalteten ein und sorgten für 19,7 Prozent Marktanteil. "Hotel verschmitzt" kam im Anschluss auf mehr junge Zuschauer als alle anderen Primetime-Sendungen der Konkurrenz und holte 17,1 Prozent Marktanteil, 2,31 Millionen Menschen sahen zu. "Adam sucht Eva" kam am späten Abend auf 14,2 Prozent und fiel damit auf ein neues Staffeltief.

Leidtragender der drei starken Shows in der Primetime war das ZDF, das mit dem "Quiz-Champion" auf das gleiche Genre setzte. Nur 3,25 Millionen Menschen sahen zu, das waren fast eine Million weniger als vor wenigen Tagen am Mittwochabend. Der Marktanteil lag bei entsprechend schwachen 11,6 Prozent und in der jungen Zielgruppe war für Johannes B. Kerner mit 5,9 Prozent ohnehin nichts zu holen.