Der "Tatort" aus Münster ist seit Jahren ein Garant für die höchsten Einschaltquoten im deutschen Fernsehen - da machten Jan Josef Liefers und Axel Prahl am Sonntag bei ihrem ersten Einsatz nach fast zehn Monaten keine Ausnahme. Die neueste Folge der Krimireihe stellte nicht nur die Konkurrenz in den Schatten, sondern erreichte sogar die höchste Reichweite seit 2017. Im Schnitt konnten sich 13,58 Millionen Zuschauer für die Folge "Spieglein, Spieglein" begeistern, sodass der Marktanteil bei fulminanten 36,9 Prozent lag.

Die Dominanz des Münster-"Tatorts" zeigt auch der Blick auf den stärksten Verfolger: Der Inga-Lindström-Film "Auf der Suche nach dir" verbuchte im ZDF über neun Millionen Zuschauer weniger - hier wurden 4,51 Millionen gezählt, die 12,3 Prozent Marktanteil entsprachen. Gleichzeitig räumte der ARD-Krimi auch beim jungen Publikum ab: 3,79 Millionen 14- bis 49-Jährige trieben den Marktanteil hier auf ähnlich starke 31,4 Prozent. Vox, ProSieben und Sat.1 schafften mit ihren Programmen aber dennoch den Sprung in die Zweistelligkeit.

Im Windschatten des starken "Tatorts" konnte zudem "Anne Will" erstmals seit Ende November wieder die Marke von vier Millionen Zuschauern überspringen: Genau genommen verbuchte der Polittalk diesmal 4,10 Millionen Zuschauer, die für 14,7 Prozent Marktanteil sorgten. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen sah es mit 9,0 Prozent deutlich besser aus als zuletzt - hier muss sogar bis zum Abend der Bundestagswahl im Herbst 2017 zurückgehen, um einen besseren Wert zu finden.

Dass man beim Ersten die Tagesmarktführerschaft beim Gesamtpublikum letztlich aber trotz der erfolgreichen Primetime doch dem ZDF überlassen musste, hängt damit zusammen, dass der Mainzer Sender am Sonntag über Stunden hinweg mit Wintersport abräumte. Besonders stark war die Biathlon-WM: Um 13:13 Uhr erreichte der Massenstart der Damen 4,98 Millionen Zuschauern, bei den Herren waren später sogar 5,40 Millionen dabei. In beiden Fällen lag der Marktanteil nur bei knapp weniger als 30 Prozent.