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Viel mehr Zuschauer als am Dienstag

Zweites ESC-Halbfinale legt bei One deutlich zu

 

Das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contests (ESC), bei dem auch Deutschland stimmberechtigt war, hat deutlich mehr Zuschauer unterhalten als das erste am Dienstag. Ganz vorne landete Eckart von Hirschhausen, die Wahlsendung von ZDF und ORF lief unterirdisch.

von Timo Niemeier
17.05.2019 - 09:22 Uhr

Das ESC-Fieber steigt: Am Donnerstag hat One glänzende Quoten mit dem zweiten Halbfinale des Musikwettbewerbs eingefahren. 680.000 Menschen sahen sich die verschiedenen Darbietungen ab 21 Uhr an, das waren 280.000 mehr als beim ersten Halbfinale am Dienstag. Vielleicht sahen mehr Menschen zu, weil Deutschland im zweiten Halbfinale stimmberechtigt war. Mit Luca Hänni, der für die Schweiz antrat, stand aber auch ein ehemaliger "DSDS"-Sieger auf der Bühne. Mit einem Marktanteil in Höhe von 2,8 Prozent kann man bei One jedenfalls zufrieden sein.

Noch deutlich besser lief es für den kleinen Spartensender beim jungen Publikum. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurden 4,3 Prozent gemessen, 320.000 Menschen aus diesem Alter sahen sich die mehr als zweistündige Show an. Am Dienstag holte das erste ESC-Halbfinale nur 2,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Für die ARD bleibt zu hoffen, dass das Interesse am Wettbewerb jetzt so hoch ist, dass auch Das Erste am Samstag beim Finale gute Quoten erzielt. Durch den starken Vorlauf punktete am späten Abend bei One dann auch noch ein "extra 3"-Spezial mit 3,4 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum.

Überhaupt nichts zu feiern hatte dagegen das ZDF, das mit seiner Wahlsendung komplett unterging. "Das TV-Duell zur Europawahl", das man gemeinsam mit dem ORF umsetzte, wollten nur 1,68 Millionen Menschen zur besten Sendezeit sehen. Damit erreichte das ZDF nicht einmal die Top 25 der meistgesehenen Sendungen am Donnerstag, der Marktanteil lag bei desolaten 5,8 Prozent. Beim jungen Publikum war das Interesse an der Sendung, in der mit Manfred Weber und Frans Timmermans immerhin die beiden Spitzenkandidaten der beiden größten EU-Parlamentsfraktionen antraten, mit 2,5 Prozent noch deutlich geringer.

Wie wenig sich die deutschen TV-Zuschauer für die beiden Kandidaten interessieren, zeigte sich am späten Abend, als ein Schlagabtausch zwischen FDP, Linken, Grünen und AfD auf 1,69 Millionen Zuschauer kam. Diese Sendung erreichte allerdings auch nur 8,7 Prozent Marktanteil. Das "heute-journal" hatte dazwischen immerhin 3,07 Millionen Zuschauer, damit waren 11,7 Prozent drin. Den Tagessieg in der Primetime sicherte sich derweil Das Erste mit "Hirschhausens Quiz des Menschen", das auf 3,79 Millionen Zuschauer kam. Das entsprach 13,2 Prozent Marktanteil. "Panorama" fiel danach allerdings auf 8,6 Prozent zurück.

 

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