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Sportlicher Pfingstsonntag

Formel 1 schlägt Nations League trotz starker Verluste

 

Die Frage, wer zum ersten Mal die UEFA Nations League für sich entscheiden kann, interessierte nur wenig mehr als drei Millionen Zuschauer. Damit landete der Fußball in der Primetime hinter der Formel 1, die aber deutlich schlechter lief als im Vorjahr.

von Uwe Mantel
10.06.2019 - 09:19 Uhr

Die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Herren ist in der neu eingeführten Nations League bekanntlich abgestiegen, spielte im Turnier der Final Four also logischerweise gar keine Rolle mehr. Damit hielt sich auch das Interesse an der Veranstaltung hierzulande doch in engen Grenzen: Das Finale zwischen Portugal und den Niederlanden, das am Samstagabend live im ZDF übertragen wurde, zählte ab 20:45 Uhr gerade mal 3,18 Millionen Zuschauer. Mehr als 11,8 Prozent Marktanteil beim Gesamtpubikum waren damit nicht zu holen, immerhin reichte es aber auch bei den 14- bis 49-Jährigen für einen zweistelligen Marktanteil. Hier wurden 10,7 Prozent erzielt.

Im direkten Duell mit der Formel 1, die aufgrund der Zeitverschiebung zu Kanada diesmal ebenfalls in der Primetime zu sehen war, zog der Fußball damit klar den Kürzeren. Das Motorsport-Rennen verfolgten bei RTL ab 20:15 Uhr im Schnitt 4,08 Millinen Zuschauer. Dass im Lauf des Rennens das Interesse deutlich anstieg, zeigt dabei die Tatsache, dass direkt nach dem Rennen immerhin schon 4,9 Millionen Zuschauer dabei waren. Im Schnitt kam das Rennen bei RTL auf einen Marktanteil von 14,9 Prozent beim Gesamtpublikum und 13,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Das war erheblich weniger als noch im vergangenen Jahr, als die RTL-Übertragung des Kanada-Grand-Prix fast sechs Millionen Zuschauer erreichte und in der Zielgruppe über 18 Prozent Marktanteil zu Buche standen. Ein Teil dieser Zuschauer ist nun wieder zu Sky abgewandert, das in der vergangenen Saison nicht übertragen hatte, den enormen Rückgang erklärt das aber nur teilweise. Dort wurden 460.000 Zuschauer gezählt. Der Marktanteil lag bei 1,7 Prozent beim Gesamtpublikum und 2,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Das ZDF hatte unterdessen schon am Nachmittag und Vorabend zwei Spiele der Fußball-WM der Frauen gezeigt. Die Partie zwischen Brasilien und Jamaika sahen ab 15:30 Uhr 1,62 Millionen Zuschauer. Das reichte zu diesem Zeitpunkt für 14,0 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum und 8,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Als ab 18 Uhr dann England und Schottland aufeinander trafen, waren 2,22 Millionen Zuschauer vor dem Fernseher mit dabei. 12,7 Prozent wurden beim Gesamtpublikum erreicht, 7,5 Prozent waren es bei den 14- bis 49-Jährigen.

Sat.1 zeigte nachmittags wieder die DTM ohne jeden Erfolg. Die Live-Übertragung aus Misano verfolgten ab 13:30 Uhr gerade mal 410.000 Zuschauer. Marktanteile von 3,9 Prozent beim Gesamtpublikum und 4,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen waren die Folge. Und dann gab's aus sportlicher Sicht ja auch noch das Herren-Finale der French Open bei Eurosport zu sehen. Wieviele dort zugesehen haben, lässt sich aktuell allerdings nicht sagen: Für den Sender liegen nun schon den dritten Tag in Folge keine Quotendaten vor.

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