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Erstmals Zahlen für eine deutsche Produktion

Netflix: Fast 19 Mio. Accounts sahen "Kidnapping Stella"

 

Langsam und etwas beliebig gibt Netflix zunehmend Einblicke in die Nutzung seiner Programme. Diesmal geht es um den ersten deutschen Netflix-Film "Kidnapping Stella", der inzwischen von fast 19 Millionen Accounts gesehen wurde. Was dahinter steckt.

von Thomas Lückerath
20.08.2019 - 13:05 Uhr

Die Verschwiegenheit von Netflix über die genaue Nutzung von Serien, Filmen und Formaten war über die Jahre beinahe legendär, doch inzwischen veröffentlicht der internationale SVoD-Dienst immer häufiger einzelne Daten. An diesem Dienstag ist es zum Beispiel die Zahl 18.895.873. Das sei nach Angaben des Unternehmens die genaue Zahl der Haushalte, die den ersten deutschen Netflix-Film "Kidnapping Stella" seit der Veröffentlichung am 12. Juli diesen Jahres gesehen haben.



Offiziell kommentiert Netflix nicht, was diese Zahl genau bedeutet. Sie ist jedoch wertvoller als mancher Skeptiker mutmaßt: Nach Informationen des Medienmagazins DWDL.de bezieht sich diese Zahl von knapp 19 Millionen auf Netflix-Haushalte, die mindestens 70 Prozent des Films gesehen haben. Mit den Daten der AGF-Einschaltquoten-Messung sind die Werte natürlich trotzdem nicht vergleichbar, aber interessant bleibt die hohe Nachfrage nach dem Film bei internationalen Netflix-Kunden.

Kidnapping Stella

Clemens Schick, Thomas Sieben, Jella Haase und Max von der Groeben (v.l.n.r.) bei der Weltpremiere von “Kidnapping Stella” beim Filmfest München.

Im Frühjahr diesen Jahres verriet Netflix erstmals, dass man in Deutschland 5,2 Millionen Abonnenten verzeichnen kann. Wenn fast 19 Millionen Netflix-Accounts also "Kidnapping Stella", den Film von Thomas Sieben mit Clemens Schick, Max von der Groeben und Jella Haase in den Hauptrollen, gesehen haben, dann war die Nachfrage nach diesem deutschen Krimi auch außerhalb des Heimatmarktes enorm. Der Film sollte übrigens ursprünglich am 9. Mai diesen Jahres in die Kinos kommen, wurde dann aber von Netflix gekauft und dort veröffentlicht.

Regisseur Thomas Sieben ist sehr zufrieden mit der Entscheidung: "Ich freue mich sehr, dass unser Film auf so viel Interesse stößt. Und das nicht nur in Deutschland. Wir hatten immer die Hoffnung, dass wir einen Thriller machen, der auch bei der sehr guten internationalen Konkurrenz mithalten kann. Ich glaube, die Zuschauerzahl zeigt, dass uns das gelungen ist", sagt Sieben laut Mitteilung von Netflix zu der bekanntgegebenen Zuschauerzahl.

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