Wer wird Millionär © TVNow/Frank Hempel
"WWM" punktet auch am Donnerstag

Günther Jauch löst RTL-Serienproblem im Alleingang

 

RTL hat seine Donnerstags-Quoten dank "Wer wird Millionär?" deutlich steigern können. Das Quiz und ein anschließendes Special überzeugten auf ganzer Linie, auch wenn ARD und ZDF insgesamt gefragter waren. Aber auch Sat.1 profitierte von der Programmierung.

von Alexander Krei
06.12.2019 - 09:03 Uhr

Dass RTL am Donnerstag ungewöhnlicherweise eine dreistündige "Wer wird Millionär?"-Folge ausstrahlte, hat den Quoten des Senders spürbar geholfen: Mit 1,10 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern verzeichnete das Quiz mit Günther Jauch einen überzeugenden Marktanteil von 14,5 Prozent in der Zielgruppe machte den Sender zum Marktführer. Dass mit 3,92 Millionen Zuschauern die bislang niedrigste "WWM"-Reichweite des Jahres eingefahren wurde, wird man in Köln verschmerzen können - zumal der Marktanteil hier mit 15,1 Prozent ebenfalls richtig gut ausfiel.

Interessant ist allerdings, dass das RTL-Quiz zur besten Sendezeit kaum mehr Zuschauer vor den Fernseher lockte als "Wer weiß denn sowas?" im Vorabendprogramm des Ersten. Am Donnerstag verzeichnete die Show im Schnitt 3,57 Millionen Zuschauer. In der Primetime kam der ARD-Krimi "Wolfsland" indes auf 4,63 Millionen Zuschauer und lag damit ebenso vor Günther Jauch wie die ZDF-"Bergretter", die mit 5,19 Millionen Zuschauern und 17,6 Prozent Marktanteil den Tagessieg verbuchten. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief's für die Reihe mit einem Marktanteil von 8,9 Prozent gut.

Für RTL lohnte es sich unterdessen, um 23:15 Uhr noch das Special "Wer wird Millionär? - Das Phänomen" hinterherzuschieben. 2,48 Millionen Zuschauer blieben dafür dran. Beim Gesamtpublikum lag der Marktanteil bei stolzen 18,0 Prozent, in der Zielgruppe wurden 16,3 Prozent gemessen. Die Show verhalf RTL damit quasi im Alleingang zur RTL-Marktführerschaft am Donnerstag - trotz einer über weite Strecken hinweg schwachen Daytime erzielte der Sender letztlich einen Tagesmarktanteil von 12,5 Prozent in der Zielgruppe und lag fast vier Prozentpunkte vor ProSieben.

Dass RTL in dieser Woche auf seine Serien verzichtete, half im Übrigen nicht nur RTL, sondern auch Sat.1: Zumindest "FBI" konnte ohne "Cobra 11"-Konkurrenz mit einem Marktanteil von 8,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen einen neuen Bestwert aufstellen. Das ist insofern beachtlich, weil die US-Serie vor wenigen Wochen schon bei weniger als fünf Prozent angekommen war. Insgesamt waren 1,58 Millionen Zuschauer dabei. Danach ging's jedoch bergab: "Criminal Minds" schwächelte mit 6,9 Prozent, "Bull" kam um 22:15 Uhr sogar auf nur 5,9 Prozent.

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