Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat mit 26 zu 22 gegen Tschechien gewonnen - und dennoch geht es für das Team nur noch maximal um Platz fünf. Das ist wohl auch der Grund, weshalb die Reichweiten bei den Spielen, die von ARD und ZDF übertragen werden, längst nicht mehr kontinuierlich ansteigen. Schon beim letzten Match gegen Österreich waren nur noch 4,81 Millionen Menschen mit dabei. Gegen Tschechien konnte man dieses Niveau nun aber immerhin halten: 4,82 Millionen Zuschauer sorgten für 15,9 Prozent Marktanteil im ZDF. 

Das sind ohne Frage gute Werte, teilweise sahen bei der laufenden EM aber auch schon mehr als sechs Millionen Menschen zu. Beim jungen Publikum erreichte das Match gegen Tschechien nur etwas mehr als eine Million Zuschauer, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen lag damit bei 11,1 Prozent. Gegen Österreich wurden noch 15,2 Prozent gemessen. Am Samstag spielt die Mannschaft gegen Portugal - dann geht es aber nur noch um Platz fünf. 

Nach der Handball-Übertragungen waren die Zuschauer übrigens schnell weg. Das "Auslandsjournal" erreichte ab 22:15 Uhr nur noch 1,73 Millionen Zuschauer, damit waren für das ZDF lediglich 7,5 Prozent Marktanteil drin. "ZDFzoom" fiel danach sogar noch auf 6,7 Prozent. Erst "Markus Lanz" steigerte den Marktanteil am späten Abend immerhin wieder auf 10,4 Prozent. 

Probleme hatte am Mittwochabend Das Erste. Das Drama "Fremder Feind" aus dem Jahr 2018 unterhielt 3,21 Millionen Zuschauer, das entsprach 10,5 Prozent Marktanteil. Beim jungen Publikum tat sich der Streifen mit 5,7 Prozent noch schwerer. "Plusminus" fiel danach allerdings auch beim Gesamtpublikum in den einstelligen Bereich und kam nur noch auf 8,8 Prozent. Letztlich musste sich Das Erste mit einem Tagesmarktanteil in Höhe von 9,9 Prozent begnügen - damit lag man sogar hinter RTL (10,2 Prozent).