Unter den Nachrichtensendern ist ntv in diesen Tagen der große Gewinner. Am Freitag erzielte der Kanal mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 3,4 Prozent in der Zielgruppe mehr als das Dreifache seiner Normalwerte und landete nur knapp hinter Kabel Eins. Zugleich ließ ntv den Konkurrenten Welt weit hinter - dieser schaffte mit 1,7 Prozent nur einen halb so hohen Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Beachtlich ist dabei, dass das Interesse an der Berichterstattung von Früh bis Spät groß war.

So verzeichnete die Übertragung des Robert-Koch-Instituts um 10:00 Uhr bereits 340.000 Zuschauer, in der Zielgruppe lag ntv mit einem Marktanteil von 8,7 Prozent sogar vor RTL, Sat.1 und ProSieben. Ähnlich viele Zuschauer waren zwei Stunden später dabei, als die Minister Altmaier und Scholz vor die Presse traten. Zu diesem Zeitpunkt verzeichnete der Sender einen Marktanteil von 6,1 Prozent. Zum Vergleich: Welt kam parallel dazu auf 2,3 Prozent, Phoenix auf 2,6 Prozent.

Auch mit den Auftritten des österreichischen Bundeskanzlers und des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen erzielte ntv später noch Marktanteile von über sechs Prozent. Laschets Auftritt sahen im Schnitt 470.000 Zuschauer bei ntv. Und als US-Präsident Donald Trump am Abend sprach, waren noch einmal ähnlich viele Zuschauer dabei. Selbst gegen starke Primetime-Konkurrenz schaffte der Nachrichtensender somit noch einen Marktanteil von 2,5 Prozent in der Zielgruppe, während Welt bei 0,5 Prozent hängen blieb.

Gefragt waren aber auch wieder die Sondersendungen der großen Sender: So kam das "ARD extra" alleine im Ersten auf 5,10 Millionen Zuschauer. Erstaunlich ist, dass der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen mit 16,0 Prozent sogar etwas höher ausfiel als beim Gesamtpublikum. Zuvor wollten schon 4,49 Millionen Zuschauer das "ZDFspezial" sehen. Und auch die verlängerte Ausgabe von "RTL aktuell" war ein Erfolg. Diese kam auf 3,81 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 20,3 Prozent in der Zielgruppe.